Juventus Turin

Chiellini: Später Ronaldo-Wechsel hat Juve Punkte gekostet

Jan Kupitz
Chiellini hätte sich gewünscht, dass CR7 eher gewechselt wäre
Chiellini hätte sich gewünscht, dass CR7 eher gewechselt wäre / Stefano Guidi/GettyImages
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Juventus Turin kommt langsam zurück in die Spur. Giorgio Chiellini argumentiert, dass der schwache Saisonstart auch mit dem späten Wechsel von Cristiano Ronaldo zusammenhing.


Sieben der acht letzten Pflichtspiele konnte Juve gewinnen, dazu gab es ein Remis gegen das in dieser Saison bärenstarke Milan. Nach einem Saisonstart zum Vergessen sind die Bianconeri endlich wieder in der Spur - geht es nach Giorgio Chiellini, dann war Cristiano Ronaldo in gewisser Weise schuld daran, dass Juve zu Beginn so viele Zähler liegen ließ.

Chiellini: "Wäre besser für uns gewesen, wenn Ronaldo früher gegangen wäre"

"Er ist am 28. August gewechselt. Es wäre besser für uns gewesen, wenn er früher gegangen wäre", gab Chiellini nach dem 1:0-Erfolg gegen Zenit St. Petersburg gegenüber DAZN (via Daily Mail) bekannt. "Das ist etwas, wofür wir bezahlt haben. Das [sein Wechsel] ist ein kleiner Schock und meiner Meinung nach haben wir dafür in Form von Punkten bezahlt. Wäre er am 1. August gegangen, hätten wir Zeit gehabt, uns besser vorzubereiten."

Dass CR7 eine neue Herausforderung gesucht hat, nahm ihm der italienische Verteidiger dagegen nicht übel. "Wir hatten einen Punkt in unserer Beziehung erreicht, an dem Cristiano neue Anreize und eine neue Mannschaft brauchte, die für ihn spielen konnte", erklärte der Europameister. "Wenn er eine solche Mannschaft findet, dann ist er entscheidend. Das hat er in den letzten Monaten bewiesen, und das hat er auch in den drei Jahren, die er bei uns war, gezeigt."

Cristiano Ronaldo
Ronaldo bestimmte bei Juve das Geschehen / Quality Sport Images/GettyImages

Der 37-Jährige gestand, dass Ronaldo einen Mehrwert dargestellt hätte, wenn er geblieben wäre - erst recht im Hinblick auf die Verjüngungskur, die die Bianconeri in den vergangenen Monaten eingeläutet haben. "Aber vielleicht denkt er mehr an die Gegenwart als an die Zukunft", mutmaßte Chiellini, dass der Portugiese lieber jetzt um große Titel spielen will, als für die Zukunft etwas aufzubauen.

Chiellinis Abwehrpartner Leonardo Bonucci sah sogar etwas Positives in dem Abschied des fünffachen Ballon d'Or-Siegers. Der Italiener erklärte gegenüber Sky Italia, dass Juve seit dem CR7-Abschied wieder mit mehr Zusammenhalt im Team agiere.

"In der jüngeren Vergangenheit hatten wir diese Eigenschaft von Juve verloren. Wir spielten mit einem großen Champion wie CR7 und wollten ihn in die Lage versetzen, immer gut zu spielen, weil wir dachten, er könne alle Probleme für uns lösen", gestand Bonucci. "Dieses Jahr haben wir diese richtige Demut wiederentdeckt, die uns hilft, den Sieg zu erringen."

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