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Vor Bundesliga-Auftakt: Brandt-Durchbruch beim BVB nicht zu erwarten

Daniel Holfelder
Julian Brandt
Julian Brandt / Christof Koepsel/GettyImages
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2019 wechselte Julian Brandt für 25 Millionen von Bayer Leverkusen zum BVB. Ein Top-Transfer, da waren sich die meisten Beobachter einig. Drei Jahre später wartet man in Dortmund noch immer auf die große Leistungsexplosion des 26-Jährigen. Wenige Tage vor dem Bundesligastart sieht es nach wie vor nicht danach aus, als würde dem Mittelfeldmann bald der Durchbruch gelingen.


Den 3:0-Pokalerfolg gegen die Münchner Löwen verfolgte Brandt 90 Minuten lang auf der Bank. Statt des gebürtigen Bremers spielten Marco Reus, Jude Bellingham und Mo Dahoud im Mittelfeld. Als Letztgenannter nach 83 Minuten ausgewechselt wurde, betrat nicht etwa Brandt, sondern Emre Can den Rasen im ausverkaufen Grünwalder Stadion.

Bis zum Bundesligastart am Samstag gegen Leverkusen wird sich an dieser Hackordnung kaum etwas verändern. Und auch mittelfristig stehen Brandts Chancen auf einen Stammplatz schlecht. Der (ehemalige) Nationalspieler hat weder während der Vorbereitung noch in den letzten drei Jahren eine klare Position gefunden, auf der er dem BVB nachhaltig weiterhelfen könnte.

"Ich fühle mich im überall im Mittelfeld wohl. Ich habe in den vergangenen Jahren gezeigt, dass ich variabel bin", sagt der Rechtsfuß zwar (zitiert via Ruhrnachrichten). Doch aller Variabilität zum Trotz: Wo soll Brandt beim BVB spielen? Im Mittelfeldzentrum, wo er sich nach eigenen Angaben am wohlsten fühlt, ist Kapitän Marco Reus auf der Zehn gesetzt. Auf der Acht gibt es an Jude Bellingham kein Vorbeikommen. Als Abräumer vor der Abwehr kann man sich Brandt beim besten Willen nicht vorstellen, obwohl die Konkurrenz aus Mo Dahoud, Neuzugang Salih Özcan und Emre Can keineswegs übermächtig erscheint. Für die Außenbahn, wo er seine Karriere begann, fehlt es dem Blondschopf an Geschwindigkeit.

Als vor der Saison Gerüchte aufkamen, Brandt habe vom neuen Trainer Edin Terzic mitgeteilt bekommen, er würde keine tragende Rolle mehr einnehmen, folgte sowohl von Vereins- als auch Spielerseite prompt das Dementi. Vielleicht wäre es für alle Beteiligten besser gewesen, das kolportierte Gespräch hätte tatsächlich stattgefunden. Anzeichen dafür, dass Brandt (Vertrag bis 2024) der Wandel vom teuren Mitläufer zum Leistungsträger gelingt, sucht man derzeit vergeblich.


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