"Jetzt kommt alles zusammen": Die Gründe für die Ergebniskrise von Union Berlin

Christopher Trimmel
Christopher Trimmel / Daniel Kopatsch/GettyImages
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Mit fünf Niederlagen in Serie erlebt Union Berlin zurzeit eine längst vergessene Ergebniskrise. Oliver Ruhnert sieht die Gründe in einer Kombination aus Ausfällen und einem Umbruch.

Die 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim am Samstagnachmittag markierte die inzwischen fünfte Niederlage in Folge für Union Berlin.

Das Überraschungsteam der vergangenen Jahre erlebt zurzeit eine Phase, die man seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr durchmachen musste. Man müsste schon sehr weit zurückblättern, um in den Statistiken der Eisernen eine solche Negativ-Serie zu finden. Insbesondere nach der vergangenen Spielzeit, die auch den Einzug in die Champions League brachte, ist das natürlich ein absoluter Gegenentwurf.

Ruhnert: Verletzte Leistungsträger während des Umbruchs als Komplikation

"Wir belohnen uns nicht. Dann sieht die Situation aus, wie sie ist", fasste Urs Fischer die derzeitige Situation zusammen (via transfermarkt). "Jede Niederlage schmerzt. Es gilt, mal wieder ein Erfolgserlebnis hinzubekommen. Es ist der Vorwurf, den wir uns gefallen lassen müssen."

Doch allzu einfach wird es nicht, zeitnah wieder einen Sieg zu erreichen, um die Niederlagen-Serie zu unterbrechen. Am Dienstagabend steht zunächst das Königsklassen-Duell mit Braga an, ehe am Wochenende das Duell bei Borussia Dortmund folgt. Union könnte so mit einer Durststrecke und entsprechend schlechter Stimmung in die nahende Länderspielpause gehen.

Oliver Ruhnert hat aber eine Erklärung für diese Formkrise. "Ein Umbruch braucht verlässliche Akteure", stellte der Sport-Geschäftsführer gegenüber der Bild fest und erklärte: "Wir haben mit Rani Khedira einen ganz wichtigen zentralen Spieler nicht dabei. Wir haben Robin Knoche, der ausfällt. Der ganze Umbruch ist auf die Spieler gerade abgewälzt, die neu dazugekommen sind."

Erschwerend kommt seiner Ansicht nach das zurzeit fehlende Spielglück noch hinzu: "Bälle, die sonst reingegangen sind, gehen an den Innenpfosten. Dann schießt der Gegner Sonntagstore und wir machen unsere Möglichkeiten nicht."

Es ist eine gefährliche Mischung, die Union momentan begleitet. Durch die zwei Siege zum Saisonstart steht man in der Tabelle zwar noch auf einem sicheren elften Tabellenplatz, doch sollte ein zeitnaher Turnaround stattfinden, wenn man erneut um die internationalen Plätze mitspielen möchte.


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