Manchester United

Three Lions: Southgate streicht Sancho

Jan Kupitz
Jadon Sancho
Jadon Sancho / Matthew Ashton - AMA/GettyImages
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Jadon Sancho wurde für die kommenden Länderspiele der englischen Nationalmannschaft nicht nominiert. Jude Bellingham ist dagegen wieder an Bord.


Ein Grund, warum Sancho im Sommer vom BVB zu Man United gewechselt ist, war laut Aki Watzke auch, dass er sich dort größere Chancen auf einen Stammplatz bei den Three Lions ausrechnete. Angesichts seiner unregelmäßigen Spielzeiten und häufig enttäuschenden Leistungen ist dieser Plan bislang nach hinten losgegangen.

Die Quittung folgte zugleich: Als Gareth Southgate am Donnerstag den England-Kader für die kommenden WM-Qualispiele bekannt gab, suchte man den Ex-Dortmunder vergebens.

"Jadon und Jesse [Lingard] spielen im Vergleich zu anderen Spielern auf ihren Positionen nicht sehr viel Fußball. Die Leute sagen, ich sei inkonsequent, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das bin. Jesse hat 10-15 Minuten gespielt, ich weiß nicht, wie es um seine Form oder Fitness bestellt ist, um ihn zu beurteilen. Diese beiden Spieler haben das verstanden, als ich mit ihnen sprach", erklärte Southgate die Nicht-Berücksichtigung, sagte aber auch: "Es sind Spieler, die gute Leistungen für uns erbracht haben, und ich bin sicher, dass sie zu uns zurückkehren werden."

Schon bei der letzten Länderspielpause im Oktober hatte Southgate den Druck auf Sancho erhöht, als er öffentlich zugab, eigentlich keine plausiblen Gründe für seine damalige Nominierung zu haben. "Hat er es sich in den letzten Wochen mit diesen Leistungen verdient dabei zu sein? Nun ja, vielleicht nicht."

Im Gegensatz zu Sancho durfte sich Jude Bellingham, der im Oktober noch eine Pause erhalten hatte, wieder über eine Nominierung des Vize-Europameisters freuen.

"Er hatte das Gefühl, dass er eine Pause brauchte. Wenn man es mit einem jungen Spieler zu tun hat, halte ich das für wichtig", begründete Southgate, warum Bellingham im Oktober nicht dabei war.

Nach seinen starken Leistungen der letzten Wochen gab es aber keine Zweifel daran, den 18-Jährigen zu nominieren: "Er wollte unbedingt bei uns sein. Er hatte ein tolles Spiel gegen Ajax. Er ist noch dabei, einen Teil seines Spiels auf der Position zu lernen. Wir sind froh, ihn wieder dabei zu haben."

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