Islamismus-Vorwurf: Antonio Rüdiger äußert sich zu skurriler Debatte

Dieser Tage wurde Antonio Rüdiger, im Rahmen der Deutschland-Testspiele, wegen eines Instagram-Posts mit Islamismus in Verbindung gebracht. Nun bezog der Verteidiger selbst Stellung.
Antonio Rüdiger im Dienste der Nationalmannschaft
Antonio Rüdiger im Dienste der Nationalmannschaft / Stuart Franklin/GettyImages
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Es war ein Instagram-Post zum Start des Ramadan, der Antonio Rüdiger zuletzt zur Figur einer doch ziemlich skurrilen Debatte machte. "Ramadan Mubarak an alle Muslime auf der Welt. Möge der Allmächtige unser Fasten und unsere Gebete annehmen", schrieb er dazu. Im Fokus stand jedoch sein rechter Zeigefinger.

Allen voran Julian Reichelt, der ehemalige Chef der Bild, brachte diesen erhobenen Zeigefinger mit dem Gruß der Islamisten in Verbindung - und dementsprechend auch Rüdiger damit. Das Thema kam während der Spiele des DFB-Teams auf.

"Ich stehe für Frieden und Toleranz ein": Rüdiger wehrt sich gegen Vorwürfe

"Bei der Geste, die ich verwendet habe, handelt es sich um den sogenannten Tauhid-Finger. Dieser gilt im Islam als Symbol der Einheit und Einzigartigkeit Gottes. Die Geste ist unter Muslimen auf der ganzen Welt verbreitet und wurde erst die letzten Tage auch vom Bundesinnenministerium wieder als unproblematisch eingeordnet", kommentierte Rüdiger nun selbst gegenüber der Bild.

Er praktiziere zwar seinen muslimischen Glauben, distanziere sich aber "entschieden von jeglicher Art von Extremismus und den Islamismus-Vorwürfen". Der Abwehrspieler betonte: "Gewalt und Terrorismus sind absolut inakzeptabel. Ich stehe für Frieden und Toleranz ein."

Schlussendlich folgte seitens Rüdiger und des DFB sogar eine Anzeige gegen Reichelt. Er lasse sich nicht beleidigen und auch nicht als Islamist verunglimpfen, so der 31-Jährige. "Deshalb hatte ich mich auch dazu entschieden, eine Anzeige zu erstatten. Es geht hier um Stimmungsmache und Spaltung; hiergegen werde ich mich immer entschieden zur Wehr setzen", so seine Begründung.

Auf Nachfrage der Bild ordnete das Innenministerium zusätzlich ein: "Aus Sicht des BMI ist der sog. 'tauhid'-Finger als Glaubensbekenntnis zu verstehen und insofern mit Blick auf die öffentliche Sicherheit als unproblematisch einzuordnen. Dies gilt unabhängig von der Tatsache, dass islamistische Gruppen dieses Symbol vereinnahmen und für ihre Zwecke missbrauchen."


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