Investor-Kandidat zieht sich aus DFL-Verhandlungen zurück - Folgt nun eine Neu-Abstimmung?

  • Finanzunternehmen Blackstone mit Rückzug
  • CVC als letzte DFL-Hoffnung
  • Antrag könnte zur Neu-Abstimmung führen
Die Fans protestierten auch am vergangenen Wochenende gegen den geplanten Investoren-Einstieg der DFL
Die Fans protestierten auch am vergangenen Wochenende gegen den geplanten Investoren-Einstieg der DFL / Jörg Halisch/GettyImages
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Haben die Fan-Proteste Erfolg? Wie die DFL bekanntgab, hat sich ein erster potenzieller Investor aus den Verhandlungen zurückgezogen. Kommt es nun tatsächlich zu einer Neuabstimmung?

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) musste bei der Suche nach einem Investor einen Rückschlag einstecken. Am Dienstagabend wurde offiziell, dass sich das Finanzunternehmen Blackstone, das als heißer Kandidat für den Investoreneinstieg galt, aus den Verhandlungen zurückzog.

"Wir bestätigen, dass Blackstone nach guten Gesprächen aus verschiedenen Gründen nicht mehr als strategischer Vermarktungspartner der Bundesliga und 2. Bundesliga infrage kommt. Der DFL und den Klubs war stets bewusst, dass durch die im Dezember verabschiedeten Eckpunkte und roten Linien hohe Anforderungen an mögliche Partner gestellt werden", teilte die DFL gegenüber dem SID mit.

In einem Bloomberg-Bericht werden als Gründe für den Rückzug die Fan-Proteste und das zögerliche Verhalten der Bundesliga-Klubs genannt.

Nun setzt die DFL voll und ganz auf den Einstieg des Private-Equity-Unternehmen CVC, das sich noch als einziger Kandidat im Rennen befindet. "Der weitere Prozess wird im vorgesehenen Zeitplan mit CVC fortgeführt", so die DFL.

DFL berät: Kommt es zur Neu-Abstimmung?

Die zahlreichen Fan-Proteste, die sich an den vergangenen Wochenenden auf nahezu allen Plätzen der 1. und 2. Bundesliga abspielten, führten somit zu einem ersten Erfolg. Doch kommt es nun auch zu einer transparenten Neuabstimmung, welche die Anhänger fordern?

Laut Sport Bild könnte es dazu unter Umständen kommen. Zunächst sollen die Verhandlungen mit CVC vorerst fortgeführt werden, die 36 Profi-Klubs dann im März oder April über die Resultate informiert werden. Allerdings könnte auf der Mitgliederversammlung ein Antrag gestellt werden, durch den das DFL-Präsidium über das Verhandlungsergebnis abstimmen lassen würde. Union-Präsident Dirk Zingler habe solch einen Antrag in einem Schreiben an die DFL bereits aufgegriffen.

Bei dieser Abstimmung würde laut des Berichts aber nicht mehr die Zwei-Drittel-Mehrheit der Klubs benötigt werden, stattdessen würde eine einfache Mehrheit genügen. Die Chance, dass mindestens 19 der 36 Klubs dem Investoren-Deal zustimmen würden, sei nach Angaben des Fachmagazins "riesig".


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