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Eintracht Frankfurt

Interview wurde nicht ausgestrahlt: Hinteregger mit fragwürdigen Aussagen zu Prügel-Szenen unter den Fans

Oscar Nolte
Martin Hinteregger leistete sich nach dem Spiel gegen Leverkusen einen verbalen Aussetzer
Martin Hinteregger leistete sich nach dem Spiel gegen Leverkusen einen verbalen Aussetzer / Alex Grimm/Getty Images
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Beim Bundesliga-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen kam es zu Handgreiflichkeiten unter einigen Fans vor dem Stadion. SGE-Verteidiger Martin Hinteregger wurde nach dem Spiel auf die Vorfälle angesprochen und bot eine ziemlich fragwürdige Sichtweise an. Das Interview wurde im öffentlichen Fernsehen nicht ausgestrahlt, der Bild liegen jedoch Ausschnitte vor.


"Die haben sich wahrscheinlich ausgeredet und haben sich halt mal ein bisschen gekloppt. Dafür, dass jetzt solange kein Fußball war und die Möglichkeit nicht oft da war. Aber wenn es beide gewollt haben, ist es ja okay", soll Hinteregger am ZDF-Mikrofon gesagt haben. Puh.

Die Verharmlosung von Prügeleien unter Fan-Gruppierungen ist ein sensibles Thema. Gewalt unter Fans ist eine Unsitte, gegen die die Behörden und Vereine seit Jahren strikt vorgehen. Dass Martin Hinteregger an dieser Stelle Öl ins Feuer gießt - schwierig.

Hinteregger über prügelnde Fans beim Fußball: "Gehört dazu"

Auf Nachfrage des Reporters setzte der Österreicher sogar noch einen drauf: "Passiert ja öfter, gehört auch irgendwie zum Fußball, oder? Ihr könnt wieder über was berichten, die haben Spaß beim Kämpfen, wir müssen Interviews dazu beantworten und jeder hat was davon. Ist ja nichts Schlimmes."

Die Idee, die Hinteregger in diesen Augen vertritt, muss im Verein auf den Tisch gebracht werden. Sollte die Eintracht die Position des Österreichers in dieser Causa nicht verurteilen, gerät die Integrität des Vereins stark ins Wanken.

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