Interner Krach beim VfB Stuttgart

Simon Müller
Auf Abstand: Präsident Claus Vogt (r.) und Thomas Hitzlsperger (m.)
Auf Abstand: Präsident Claus Vogt (r.) und Thomas Hitzlsperger (m.) / Pool/Getty Images
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Sportlich könnte es beim VfB Stuttgart nach dem Bundesliga-Auftakt kaum besser laufen, hinter den Kulissen gibt es beim VfB allerdings Konflikte in der Führungsebene - konkret zwischen Präsident Claus Vogt und Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.

Wie der kicker berichtet, fühlt sich Hitzlsperger vom Präsidenten ausgebremst. Der Klubpräsident dagegen möchte mehr Einblicke und Mitspracherecht in den sportlichen Abläufe. Zuletzt hatte sich auch die Vertragsverlängerung von Sportdirektor Sven Mislintat lange hingezogen, da dieser seinen Einfluss im Verein gegenüber anderen absichern wollte, falls es in der nächsten Zeit zu personellen Veränderungen in Stuttgart kommen sollte.

Einer der größten Streitpunkte zwischen Hitzlsperger und Vogt soll demnach der Umgang mit der Datenaffäre sein, bei der die Daten vieler Stuttgarter Mitglieder an Dritte weitergegeben wurden. Während Hitzlsperger zwar einräumt, was im Raum stehe, müsse "aufgeklärt werden", sieht er das Thema doch als mehr oder weniger erledigt an.

Schraft im Fokus

Einen ganz anderen Standpunkt vertritt Vogt: Dieser setzte sich vehement für eine externe Untersuchung durch das Unternehmen Esecon ein. Insbesondere Oliver Schraft, der in ebendiese Datenaffäre involviert war, könnte für gewaltigen Krach sorgen. Hitzlsperger kündigte an, er würde sich "brutal für ihn einsetzen", die Argumentation: Solang Schraft nichts nachgewiesen werden könne, gelte die Unschuldsvermutung.

Sollte es letztendlich zum öffentlichen Streit zwischen Vogt und Hitzlsperger kommen, könnte dies weitgehende Folgen haben: Beide haben viele Anhänger - sowohl im Verein als auch unter den Fans.

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