Inter Mailand

Inter-Fans protestieren gegen möglichen Lukaku-Transfer

Jan Kupitz
Romelu Lukaku steht vor einer Rückkehr zum FC Chelsea
Romelu Lukaku steht vor einer Rückkehr zum FC Chelsea / 90min
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Der FC Chelsea hat es sich in den Kopf gesetzt, Romelu Lukaku von Inter Mailand loszueisen. Die Fans der Nerazzurri drohen ob des sich immer weiter anbahnenden Wechsels auf die Barrikaden zu gehen.


Ein Angebot über 100 Millionen Euro plus Marcos Alonso für die Dienste von Romelu Lukaku hat Inter bereits abgelehnt. Doch der FC Chelsea gibt nicht auf und plant nach Sky-Angaben schon die nächste Offerte für den bulligen Mittelstürmer, der bereits zwischen 2011 und 2014 bei den Blues unter Vertrag stand. Es mehren sich die Meldungen, dass die Nerazzurri ihren Star bei 120 Millionen Euro verkaufen könnten - obwohl die Bosse nach dem Hakimi-Verkauf versprochen hatten, fortan all ihre Stars halten zu wollen.

"Es ist eine wirklich schwierige Entscheidung, denn Chelsea scheint sehr darauf bedacht zu sein, ihren Mann zu bekommen", teilte Italien-Experte Mina Rzouki seine Einschätzung bei Sky Sports mit. "Es ist schwer vorstellbar, dass Lukaku nach allem, was er bei Inter Mailand aufgebaut hat, in die Premier League zurückkehren wird. Bei Inter wird er als Held und als der Mann gesehen, der dafür gesorgt hat, dass Juventus Turin erstmals nach neun Jahren nicht den Scudetto gewonnen hat. Er war der ideale Spieler für die Taktik von Antonio Conte und er hat sich als Spieler auf allen Ebenen weiterentwickelt."

Gleichwohl betonte Rzouki, dass es auch immer den Wunsch gäbe, auf die Insel "zurückzukehren, um den Leuten zu zeigen, dass sie einen vielleicht unterschätzt haben".

Inter-Fans fordern: "Versprechen müssen eingehalten werden!"

Sollte Inter den Belgier wirklich ziehen lassen, müssten sich die Verantwortlichen auf starken Gegenwind der eigenen Tifosi einstellen. Inter-Ultras der Curva Nord brachten am Mittwoch in der Nähe der Mailänder Geschäftsstelle ein Plakat an mit der Aufschrift: "An den Klub, passt auf! Versprechen müssen eingehalten werden."

Zudem veröffentlichten sie ein Statement, in dem sie deutlich darauf hinwiesen, dass sie keine weiteren Schwächungen der Mannschaft akzeptieren würden: "Jegliche Art von Transfers muss nun, wie vereinbart, der Verbesserung des Kaders dienen. Es ist nicht akzeptabel, Geld einzunehmen, ohne angemessen zu investieren. Das gilt für jeden Spieler. Wir werden uns nicht einfach hinlegen und uns von irgendjemandem für dumm verkaufen lassen. Wir werden auf der Grundlage dessen handeln, was uns am Ende der Saison gesagt wurde. Wir denken, dass es im Moment nichts weiter zu sagen gibt."

Dem italienischen Meister droht noch eine Menge Unruhe, sollte nach Hakimi tatsächlich auch Lukaku wechseln. Zumal die Wechselgerüchte um Lautaro Martinez, der nach wie vor keinen neuen Vertrag unterschrieben hat, ebenfalls einfach nicht abnehmen wollen.

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