Hamburger SV

HSV: Walter genervt von Taktik-Vorwürfen

Yannik Möller
Tim Walter
Tim Walter / Cathrin Mueller/GettyImages
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Der Hamburger SV wird den Aufstieg - voraussichtlich - erneut verpassen. Ein Vorwurf, der an sich Tim Walter richtet, nervt den Trainer ordentlich.


Es müsste schon viel passieren und zusammenpassen, damit sich Hamburg nochmal intensiv ins nach wie vor sehr enge Aufstiegsrennen einschalten kann. Zuletzt wurden zwar wieder zwei Siege eingefahren, doch sind es noch immer drei Punkte Abstand auf den Relegationsplatz.

Drei Spiele bleiben noch. Drei Spiele, in denen auf Patzer der Konkurrenz gehofft und zugleich auf eigene Siege gespielt werden muss. Ein schwieriges, wenngleich nicht ausgeschlossenes Vorhaben.

Walter genervt von Taktik-Vorwurf - HSV-Führung ohne Jobgarantie

Da das Ziel, endlich wieder ins Oberhaus zurückzukehren, vermutlich erneut verfehlt wird, steht der Trainer mal wieder im Fokus. Ein Vorwurf an Tim Walter: Die taktische Herangehensweise seiner Mannschaft ist zu einschichtig, es gibt keinen Plan B.

Dieser Vorwurf kam inmitten der Saison auf und erhärtete sich zuletzt wieder. Der Coach zeigte sich diesbezüglich genervt (via Bild): "Es ist mir total egal, was gesagt wird. Ich gehe mit dem Verein meinen Weg. Und das versuchen wir durchzuziehen."

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Tim Walter ist vom eingeschlagenen Weg überzeugt / TOBIAS SCHWARZ/GettyImages

Für die inhaltliche Kritik hat er ebenso kein Verständnis. "Wir sind sehr variabel, aber wenn man nur eines sehen will, dann ist es so. Aber ich sehe halt alles", betonte er.

Walter weiter: "Wo ist Plan B bei Manchester City, wo ist Plan B beim FC Bayern? Sie versuchen Plan A besser auszuführen. Und im Plan A haben die verschiedene Varianten."

Ein gewagter und mutiger Vergleich mit zwei absoluten Spitzenvereinen. Grundsätzlich mag er aber Recht behalten: Der Taktik-Blick im deutschen Fußball ist auch öffentlich längst nicht so breit ausgeprägt, wie es in anderen Ligen der Fall ist. Auch der HSV ändert in seinen Spielen regelmäßig Aspekte in der Herangehensweise.

Jonas Boldt
Auch Jonas Boldt soll hinterfragt werden / Martin Rose/GettyImages

Allerdings: Das ist nicht so häufig der Fall und nicht so erfolgreich, wie es das Klub-Umfeld gerne hätte. Deshalb scheint auch die gesamte Führungsetage, von Trainer Walter über Sportvorstand Jonas Boldt, bis hin zu Sportdirektor Michael Mutzel, in der Kritik zu stehen.

Laut dem Hamburger Abendblatt hätte keiner von ihnen eine Jobgarantie, sollte es erneut nicht zum Aufstieg kommen - trotz noch laufender Verträge. Ein Rundum-Umbruch scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein.


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