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HSV-Coach Tim Walter will Kiel-Kapitän Hauke Wahl

Simon Zimmermann
Folgt auch Hauke Wahl seinem Ex-Coach zum HSV?
Folgt auch Hauke Wahl seinem Ex-Coach zum HSV? / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
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Der HSV soll Interesse an Hauke Wahl zeigen. Der 27-jährige Innenverteidiger hat eine Fabel-Saison hinter sich und könnte der nächste Spieler aus Kiel sein, der Ex-Coach Tim Walter nach Hamburg folgt. Dringenden Bedarf haben die Rothosen auch auf der rechten Abwehrseite.


Bei Holstein Kiel wurde Hauke Wahl einst zum Profi. Über Ingolstadt und Heidenheim kehrte der gebürtige Hamburger, der seinen Hauptwohnsitz weiter an der Elbe hat, 2018 zu den Störchen zurück. Trainer damals: Tim Walter.

Wahls Ex-Coach, seit diesem Sommer beim HSV tätig, soll Interesse an seinem ehemaligen Spieler zeigen. Wie die Sportbild berichtet, will Walter seine Defensive mit dem Kieler Kapitän verstärken. Zwar sei die Ausstiegsklausel in Höhe von zwei Millionen im bis 2023 datierten Vertrag bereits abgelaufen, in Hamburg hoffe man aber, dass man den Innenverteidiger noch günstiger bekommen kann.

Ob das tatsächlich der Fall ist, bleibt fraglich. Schließlich legte Wahl eine formidable Saison 2020/21 hin, in der Holstein Kiel bis ins Pokal-Halbfinale stürmte und den Aufstieg nur knapp in der Relegation verpasste. Wahl war wohl der beste Innenverteidiger der 2. Liga und beeindruckte vor allem auch mit seinem Aufbauspiel und seiner Ruhe am Ball.

Damit würde er natürlich perfekt in das Walter'sche System passen. Ein weiterer Faktor: Mit Neuzugang Sebastian Schonlau ist Wahl gut befreundet. Die beiden Kumpels könnten bald ein Abwehrduo bei den Rothosen bilden.

Rechtsverteidiger-Duo vor dem Abschied?

Wie konkret das HSV-Interesse an Wahl ist und wie gut die Chancen auf einen Transfer tatsächlich stehen, ist aber noch recht unklar. Klar ist dagegen, dass die Rothosen noch nach einem neuen Rechtsverteidiger fahnden. Josha Vagnoman fällt mit einem Muskelfaserriss drei Wochen aus und könnte im Anschluss noch für Transfer-Einnahmen sorgen. Jan Gyamerah soll den HSV auf jeden Fall verlassen, berichtet das Hamburger Abendblatt.

Jan Gyamerah
Jan Gyamerah hat beim HSV keine sportliche Zukunft mehr / Martin Rose/Getty Images

Sollten beide tatsächlich gehen, stünde der HSV ohne nominellen Rechtsverteidiger da. Die Position auf dem rechten Flügel dürfte in Hamburg deshalb zunächst oberste Priorität genießen. Dennoch bleibt aus HSV-Sicht festzuhalten: Hauke Wahl wäre für die eigenen Ambitionen ein starker Transfer!

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