Hamburger SV

HSV: Weiter keine Einigung in der Causa Douglas Santos

Guido Müller
Sein Transfer zu Zenit St. Petersburg hält den HSV weiterhin auf Trab: Douglas Santos
Sein Transfer zu Zenit St. Petersburg hält den HSV weiterhin auf Trab: Douglas Santos / Anadolu Agency/GettyImages
facebooktwitterreddit

Im Sommer 2019 wechselte der brasilianische Linksverteidiger Douglas Santos vom Hamburger SV zu Zenit St. Petersburg. Und etwa seitdem schwelt zwischen dem Berater des Spielers, Marcus Haase, und den Rothosen ein Streit um ein angebliches Honorar für die Vermittlung des Spielers zum russischen Spitzenklub.


Und dieser Streit ist nun beim Landgericht Hamburg gelandet. Denn weiterhin pocht Haase auf eine Provisionszahlung seitens des HSV in Höhe von 1,2 Millionen Euro (etwa zehn Prozent der damals kassierten Ablösesumme).

Doch der Klub sieht die Sachlage komplett anders. Kurz zur Einordnung: zum Zeitpunkt des Transfers war Bernd Hoffmann noch der Boss im Volkspark, Sportchef Ralf Becker kurz zuvor durch Jonas Boldt ersetzt worden.

Hatte Haase einen Auftrag vom HSV?

Im Kern geht es um die Frage, ob Haase tatsächlich einen Vermittlungsauftrag seitens des Klubs hatte oder nicht. Und - wenn ja, ob er diesen auch schriftlich nachweisen kann. Was bisher offenbar nicht der Fall ist.

Informationen der Bild-Zeitung zufolge soll es wegen der Causa Santos durchaus Telefonate und Treffen zwischen Hoffmann, Haase und Becker gegeben haben.

Doch dann kam halt Boldt. Und der soll Haase unmissverständlich kommuniziert haben, sich aus dem Douglas-Deal rauszuhalten.

Jonas Boldt
Soll Haase aufgefordert haben, sich aus dem Santos-Transfer herauszuhalten: Jonas Boldt / Cathrin Mueller/GettyImages

Hoffmann wiederum, der mit Haase wegen Santos naturgemäß mehr Kontakt hatte als Boldt, soll mit dem Berater einen Vergleich (in Höhe von 300.000 Euro) ausgehandelt haben, um die Sache vom Tisch zu bringen.

Doch das wiederum lehnten Boldt (Vorstand Sport) und Frank Wettstein (Vorstand Finanzen) kategorisch ab.

Auch der Gütetermin scheitert

Am gestrigen Mittwoch hatten beide Parteien (Verein und Haase) einen Termin im Gerichtsgebäude am Sievekingsplatz, um auszuloten, ob ein Vergleich nicht doch noch irgendwie machbar sei.

Doch Haase soll weiterhin auf die 1,2 Millionen Euro pochen, während der Verein lediglich eine Vergleichssumme im fünfstelligen Bereich anbietet. Der Richter wird also am Ende entscheiden müssen.

facebooktwitterreddit