Hamburger SV

Boldt beschneidet Mutzel in seinen Kompetenzen

Jan Kupitz
Michael Mutzel und Jonas Boldt
Michael Mutzel und Jonas Boldt / Cathrin Mueller/GettyImages
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Im Machtkampf beim Hamburger SV gibt es erste Konsequenzen: Michael Mutzel darf künftig nicht mehr in die Kabine der Rothosen.


In den vergangenen Tagen war ans Licht gekommen, dass sich beim HSV zwei Lager gebildet haben: Auf der einen Seite stehen Aufsichtsrats-Chef Marcell Jansen, Vorstandsmitglied Thomas Wüstefeld und Sportdirektor Michael Mutzel - auf der anderen Seite Sportvorstand Jonas Boldt, Trainer Tim Walter, Horst Hrubesch und die Mannschaft, der insbesondere ein gutes Verhältnis zu ihrem Chefcoach nachgesagt wird.

Mutzel, als Sportdirektor eigentlich Boldt unterstellt, soll zuletzt die Seiten gewechselt haben, um sich bei einer etwaigen Freistellung von Boldt und Walter im richtigen Lager zu befinden und womöglich eigenen Profit daraus zu schlagen. So die aktuelle Lage, skizziert von der Bild.

Zu einer Entlassung von Boldt und Walter ist es jedoch nicht gekommen - weshalb Mutzel nun zwischen den Stühlen hängt, schließlich sollte er als Sportdirektor eng mit beiden Parteien zusammenarbeiten. "Michael ist seinem Führungsauftrag aus meiner Sicht nicht nachgekommen", erklärte Boldt gegenüber dem kicker.

Die erste Konsequenz des Machtkampfes: Mutzel wird in seinen Freiheiten ein wenig beschnitten und darf laut Angaben des Fachmagazins nicht mehr in die Kabine der HSV-Profis. Das Abendblatt ergänzt, dass der Sportdirektor auch keinen Kontakt zum Trainerteam mehr haben soll.

Macht es angesichts einer solcher Degradierung überhaupt Sinn, noch weiter miteinander zu arbeiten?

Zu einer Trennung wird es (derzeit) jedenfalls nicht kommen. "Michaels Qualitäten weiß ich zu schätzen und möchte weiter darauf setzen", so Boldt, der Mutzel fortan nur noch Kompetenzen in der Kaderplanung zugesteht.

Diese Verteilung sei bereits vor einigen Wochen vollzogen worden. "Wir haben dennoch professionell weitergearbeitet", bestätigt Boldt.

Laut kicker liege es nun an Mutzel, ob diese Aufteilung fruchtvoll funktioniert oder nicht. Eine Verlängerung von Boldt gilt laut Abendblatt hingegen als so gut wie sicher.


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