Hamburger SV

Ärger um Jansen: HSV-Aktionäre entziehen ihm das Vertrauen

Yannik Möller
Marcell Jansen
Marcell Jansen / Tristar Media/GettyImages
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Beim Hamburger SV droht der Streit innerhalb und rund um die Führungsriege eine neue Stufe zu erreichen. Inzwischen haben sich mehrere Anteilseigner offiziell gegen Marcell Jansen gewandt.


In seiner Funktion als Aufsichtsrats-Vorsitzender ist Marcell Jansen längst nicht unumstritten. Der 37-Jährige muss in den letzten Monaten sehr viel Kritik einstecken und eine im Hintergrund wachsende Unruhe managen.

Diese Unruhe, die bislang eher versteckt wuchs, tritt nun langsam aber sicher an die Öffentlichkeit. Laut der Bild haben sich mittlerweile mehrere Anteilseigner an der HSV-AG gegen den 37-Jährigen gewendet.

Kritik an Jansen wächst - HSV muss Krisen-Gipfel ansetzen

Als Ursprung wird eine Mail aus dem Oktober bezeichnet. Darin drückten drei kleinere Eigner ihren Unmut gegenüber Jansen aus. Die Vorwürfe: Es gehe ihm zu sehr um seine eigene Position, während er zu sehr auf den e.V. fokussiert sei. Dazu werden die personellen Änderungen im Aufsichtsrat kritisch gesehen, weswegen auch ein Imageschaden - aufgrund der Unruhen - zu erwarten ist.

Mittlerweile ist von einer weiteren Mail die Rede, eine "im Ton schärfere", wie es dem Bericht zu entnehmen ist. Auch Klaus-Michael Kühne (15,2 Prozent Anteile) und Helmut Bohnhorst (1,5 Prozent) sind bereits involviert.

Weil die Kritik an Jansen wächst und immer größere Kreise zieht, ist für den kommenden Mittwoch ein Gespräch zwischen beiden Parteien angesetzt. Mit dem Klub-Präsidium und Jansen auf der einen, und den Anteilseignern auf der anderen Seite. Zu dieser Art Lager-Kampf gehören wohl auch sportlich Verantwortliche, wie Jonas Boldt, Tim Walter und Nachwuchs-Chef Horst Hrubesch. Auch die drei sollen dem Handeln des Ex-Profis sehr kritisch gegenüberstehen.

Während es für die Hamburger auf dem Platz ziemlich gut läuft, ziehen sich Grabenkämpfe durch die Vereinsführung. Dass ein solcher Krisen-Gipfel überhaupt notwendig ist, zeigt, wie schwierig die Lage inzwischen ist.


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