HSV-Fans sorgen für Zuschauer-Ansturm im Amateursport

Yannik Möller
Fans des Hamburger SV
Fans des Hamburger SV / Joern Pollex/GettyImages
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Weil die Bundesliga kurz verschnauft und die Weltmeisterschaft in Katar für viele Fans keine Alternative ist, werden mancherorts die heimischen Amateursport-Teams unterstützt. So machen es auch zahlreiche Anhänger des Hamburger SV.


Grundsätzlich geht es darum, alternative Veranstaltungen zur Weltmeisterschaft anzubieten. Weil nicht gerade wenige Fußballfans die aktuelle WM in Katar entweder nur in sehr geringen Mengen oder auch gar nicht konsumieren und zugleich die heimische Liga pausiert, haben die organisierten Fanszenen Zeit und Möglichkeit, andere Sportevents zu besuchen.

Das machen auch viele Fans des HSV. In den letzten Wochen haben sie bereits für mehrere Zuschauerrekorde und tolle Kulissen für den Amateursport gesorgt.

Als Alternative zur WM: HSV-Fans sorgen für Zuschauerrekorde im Amateur- und Jugendsport

Anstatt sich die WM-Spiele anzusehen, werden die heimischen Amateure unterstützt. Und das längst nicht nur im Fußball selbst, sondern auch über diverse Sportarten hinweg.

Mitte November etwa: Die Frauenmannschaft des HSV spielte in der Regionalliga auf. Um die 800 Anhänger kamen, um die Damen zu unterstützen - zugleich wurde damit ein neuer Saisonrekord aufgestellt (via Bild).

Auch die Rollstuhl-Basketballer und die Futsal-Spieler wurden unterstützt. Satte 1.300 Besucher zählte das Futsal-Derby zwischen den HSV-Panthers und den Gegnern von St. Pauli. Die Sporthalle war ausverkauft und somit - wenig überraschend - auch hier ein neuer Saisonrekord aufgestellt. Ein Allzeitrekord wurde beim Spiel der U21 des Zweitligisten aufgestellt, weil 1.500 bis 2.000 Fans die Jungprofis unterstützten.

Doch nicht nur das zahlenmäßige Auftreten, das für eine tolle Atmosphäre sorgt, ist beeindruckend. Weil die Fans untereinander bestens vernetzt und organisiert sind, helfen sie auch nicht selten direkt bei der allgemeinen Organisation der Austragungen mit. So werden laut Bild beispielsweise ehrenamtliche Ordner gestellt oder auch Getränke verkauft.

"Wir wollen nicht gegen etwas sein, sondern Alternativen schaffen. Wir wollen zeigen, welche Kraft im Amateur-Sport steckt und wie vielfältig der Verein ist", so die Erklärung von Sven Freese, dem Supporters-Chef.

Die vielen Amateur- und Jugendsportler wird es freuen. Für sie sind derartige Kulissen eine absolute Ausnahme und ein wahres Erlebnis.


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