Hamburger SV

Ärger zwischen HSV-Coach Walter und Vorstand Wüstefeld

Yannik Möller
Tim Walter
Tim Walter / Martin Rose/GettyImages
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Beim Hamburger SV brodelt es intern immer mehr. Inzwischen steht Vorstandsmitglied Dr. Thomas Wüstefeld im Fokus von Trainer Tim Walter und seiner Mannschaft. Zuletzt soll es zum Kabinen-Zoff gekommen sein.


Will ein Verein aus der 2. Liga aufsteigen, ist diese Mission schon schwer genug. Was neben dem sportlichen Erfolg dringend notwendig ist: Alle Verantwortlichen des Vereins müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Nicht jeder für sich und schon gar nicht in die entgegengesetzte Richtung.

Das Gefühl, dass beim HSV Letzteres der Fall ist, macht sich dieser Tage mal wieder bemerkbar. In der Liga ist der Start mit einem etwas klapprigen Sieg gegen den Aufsteiger Braunschweig und einer Niederlage gegen Rostock zwar sicher nicht rosig verlaufen, doch vor allem intern gibt es derzeit Probleme.

Dabei steht Dr. Thomas Wüstefeld offenbar im Fokus. Zwischen ihm und den sportlich Verantwortlichen kracht es inzwischen deutlich.

Krach zwischen Walter und Wüstefeld - kollegiale Zusammenarbeit nicht möglich?

So berichtet die Bild am Donnerstag von einem Zwischenfall zwischen Wüstefeld und Tim Walter, der für seine Mannschaft eingetreten ist.

Der Hintergrund: Die bislang kostenlosen VIP-Karten für den Stadion-Klub 'Die Raute', in der sich die Familien und Kinder der Spieler nach den Spielen trafen, was von allen Beteiligten sehr geschätzt wurde, sind nun in der Abrechnung zu finden. Der zu versteuernde Anteil wurde zuletzt vom Gehalt abgezogen. Eine Änderung, die auch nicht angekündigt worden war.

Das ist ein Grund, weshalb das Team und der Coach Wüstefeld derzeit nicht so gut riechen können. Doch auch das halbwegs regelmäßige Vorbeischauen im Kabinentrakt kommt alles andere als gut an. Immerhin hat er als Quasi-Finanz-Chef im Vorstand keinen Grund, sich dort aufzuhalten. Die Kabine gilt einer Mannschaft als heilig. Der Chef ist dort nur der Trainer.

Tim Walter
Walter ist nicht erbaut vom Gebaren seitens Wüstefeld / Martin Rose/GettyImages

Entsprechend deutlich soll Walter Wüstefeld beim letzten Mal angefahren haben. Das Vorstandsmitglied soll beteuert haben, von der Änderung bei den VIP-Karten nichts zu wissen, was Walter nicht gerade beruhigt haben soll.

Daraufhin habe der Coach ihm mehr als deutlich zu verstehen gegeben, dass er im Kabinentrakt nicht mehr erwünscht sei.

Nicht das erste Mal, dass Walter ihn ausschließen muss. Als es zuletzt zu einem Treffen zwischen Team und Fan-Gruppierungen kam, wollte sich Wüstefeld erst anschließen. Auch dort musste er gebremst werden. Er war nicht eingeladen, was Walter ihm offenbar nochmals deutlich machen musste. Daraufhin verzichtete er an der Teilnahme.

Es zeichnet sich ein Bild, dass der sportliche Bereich mitsamt Walter, aber auch Jonas Boldt sowie Nachwuchs-Chef Horst Hrubesch, alles andere als ein gesundes Klima mit Wüstefeld pflegt (via Bild).

Ein vertrauliches, kollegiales oder gar freundschaftliches Zusammenarbeiten scheint in der Konstellation nicht möglich zu sein. Stattdessen stehen im Hamburg Zwist, Zoff und Unmut im Fokus. Sicher keine gesunde Grundlage, um sich für das Aufstiegsrennen zu wappnen.


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