Hofmann-Appell an Gladbach: "Die Erwartungshaltung runterschrauben"

Jonas Hofmann
Jonas Hofmann / Maja Hitij/GettyImages
facebooktwitterreddit

Kaum ist die aktuelle Saison für Borussia Mönchengladbach abgeschlossen, da richtet sich Jonas Hofmann bereits mit einem Appell für die neue Saison an das Klub-Umfeld. Seiner Meinung nach wird es wichtig sein, die vermeintlich hohen Erwartungen etwas runterzuschrauben.

Eine Saison, die weder Fisch noch Fleisch war. Eine offene Trainerfrage, die wohl erst in ein, zwei Wochen beantwortet sein wird. Ein zwangsweise notwendiger Kader-Umbruch, dessen Ausgang ungewiss ist. Bei Borussia Mönchengladbach stellen sich zurzeit so einige Fragen.

Und gerade aufgrund dieser anhaltenden Ungewissheiten, die keineswegs als Kleinigkeiten abgetan werden können, möchte Jonas Hofmann anscheinend auch nicht schon wieder zum Angriff übergehen.

Hofmann sieht "durchwachsene Saison" - Erwartungen für die neue Saison "herunterschrauben"

Gegenüber der Bild sprach er von "einer durchwachsenen Saison", bei der es immerhin einen "versöhnlichen Abschluss" gegeben habe, in dem man in der Tabelle noch vor dem 1. FC Köln gelandet sei. Schnell wird klar: Nach allzu großen Ambitionen klingt das erstmal nicht. Und dabei scheint es auch erst einmal zu bleiben, wenn es nach dem 30-Jährigen geht.

"Man strebt natürlich immer nach mehr, und setzt sich immer Ziele, Träume, Wünsche nochmal internationale Nächte zu erleben. Man muss und sollte die Erwartungshaltung ein bisschen herunterschrauben", betonte er weiter. Als Verein sei die Borussia zurzeit "ein bisschen entfernt davon, an Champions-League-Nächste zu denken".

Hofmann erklärte diese Notwendigkeit einer angepassten Erwartungshaltung: "Ich weiß, dass es schwierig ist, das zu akzeptieren, wenn man mal zwei, drei, vier Jahre hintereinander international gespielt hat. Das gilt für uns, als auch für die Fans im Stadion. Da muss man aber einfach realistisch sein, und sich das eingestehen."

Jonas Hofmann, Lars Stindl
Hofmann traf auch im letzten Saisonspiel / Neil Baynes/GettyImages

Immerhin habe die Mannschaft über die letzten zwei Jahre zu häufig "inkonstante Leistungen" gebracht. Entsprechend habe man es zurzeit "nicht verdient, unter den ersten sechs, sieben zu stehen".

Das deckt sich auch mit den Aussagen von Daniel Farke. Der Trainer, der den Verein womöglich noch verlassen wird, war "weit davon entfernt", diese Spielzeit als eine "Horror-Saison oder Absturz" zu bewerten (90min berichtete). Farke hatte auch in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass man voll im Soll sei und dass das Ziel eine sichere, wenngleich unspektakuläre Saison gewesen war.

Ein Ziel für die neue Saison wollte Hofmann noch nicht ausgeben. Zum einen aufgrund der seiner Ansicht nach herunterzuschraubenden Erwartungen, zum anderen aufgrund der zu vielen Fragezeichen. Es müsse erst einmal abgewartet werden, wie der Start in die neue Spielzeit verläuft. "Dann sieht man, was möglich ist", führte er aus.


Die neusten Gladbach-Nachrichten:

feed