Fußballturnier mit Rechtsextremen? Hinteregger wehrt sich in einem Statement!

Simon Zimmermann
Eintracht-Star Martin Hinteregger wehrt sich gegen die Vorwürfe
Eintracht-Star Martin Hinteregger wehrt sich gegen die Vorwürfe / Christof Koepsel/GettyImages
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Um Eintracht-Star Martin Hinteregger wird es diesen Sommer nicht leise. Nun muss sich der 29-jährige Österreicher Vorwürfen erwehren, er würde mit einem rechtsradikalen Politiker zusammenarbeiten. Der 29-Jährige hat sich in einem Statement bereits distanziert.


Kommende Woche will der SGE-Verteidiger in seinem Heimatdorf Sirnitz im österreichischen Kärnten den 'Hinti-Cup' austragen. Es ist ein Fußballfest, bei dem Hobby-Kicker antreten. Untermalt wird die Veranstaltung mit Livebands. Unter anderem DJ Ötzi ist angesagt.

Bei der Organisation soll Hinteregger mit dem ehemaligen Grazer Gemeinderat Heinrich Sickl zusammenarbeiten. Sickl gilt als bekannter Rechtsextremer, ist Mitglied der FPÖ. Gemeinsam mit einer weiteren Gesellschafterin soll Hinteregger im Vorfeld des Veranstaltung nach Bild-Angaben die 'Hinti Event GmbH' gegründet haben, zu der die drei Gesellschafter jeweils 12.000 Euro einbrachten.

Wie der Kurier berichtet, fordert der österreichische Fußballverband eine Stellungnahme des Verteidigers. Die Eintracht berät noch, wie sie mit den Vorfällen umgehen will.

Hinteregger weist Anschuldigungen in einem Statement ab

Hinteregger hat am Donnerstagnachmittag bereits reagiert und via Instagram ein Statement veröffentlich. Darin distanziert er sich von Sickl und kündigte an "jegliche Geschäftsbeziehung zur Familie Sickl mit sofortiger Wirkung" abzubrechen. Außerdem wies er Anschuldigungen, "dass ich rechts orientiert bin klar ab".

Das Hinteregger-Statement im Wortlaut

"Es ist unglaublich, dass ein Unbekannter solche Dinge über mich behaupten kann. Ich bin ebenso wie die Familie Sickl in Sirnitz verwurzelt, ich möchte meinen Fans, Gönnern und Unterstützer von Kindesbeinen an mit dem 'Hinti-Cup' meine Wertschätzung zeigen und mich bedanken, und habe mich aus diesem Grund um eine geeignete Location umgesehen.

Dass sich das Schloss Albeck, das Anwesen und die Umgebung bestens dafür eignen, ist naheliegend. In den letzten 35 Jahren gab es im Schloss Albeck unzählige Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen von nationalen und internationalen Künstlern, wie Otto Schenk, Bluatschink, Franziska Pietsch und vielen weiteren mehr.

Ich habe keine Kenntnisse über vergangene oder zukünftige Aktivitäten seitens der Familie Sickl, ich möchte lediglich ein Fußballturnier stattfinden lassen, und mehr nicht.

Jegliche Geschäftsbeziehung zur Familie Sickl wird aufgrund des aktuellen Wissensstandes mit sofortiger Wirkung abgebrochen, und die Veranstaltung 'Hinti-Cup' wird alternativ geprüft, um eine weitere Vorgehensweise zu klären.

Ich habe durch meine Zeit im Profifußball und auch privat Freunde auf der ganzen Welt, und weise Anschuldigungen, dass ich rechts orientiert bin klar ab, und setze mich weiter gegen jegliche Art der Diskriminierung ein!"


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