Hertha-Transfer von Wunschspieler endlich vor Abschluss

  • deutliche Fortschritte im Hertha-Poker um Demme
  • Napoli reduziert Ablöseforderungen auf 500.000 Euro
  • Transfer könnte in den nächsten Tage vollzogen werden

Diego Demme wird den SSC Neapel nach dreieinhalb Jahren wieder verlassen.
Diego Demme wird den SSC Neapel nach dreieinhalb Jahren wieder verlassen. / Francesco Pecoraro/GettyImages
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Der Hertha-Poker um Diego Demme war in den vergangenen Wochen stagniert. Nun ist überraschend Schwung in die Verhandlungen gekommen. Die SSC Neapel ist nun bereit, die Ablöseforderungen entscheidend zu senken. Der Transfer steht vor dem Abschluss.

Dass Diego Demme (31) nach Deutschland zurückkehren möchte, ist bereits seit Monaten bekannt. Dafür soll er sogar bereit sein, in der 2. Bundesliga zu spielen - eine persönliche Einigung zwischen Hertha BSC und Demme soll erzielt worden sein. Die SSC Neapel gab seine Freigabe für einen Wechsel. Das große Problem waren aber die Ablöseforderungen der Italiener.

Der amtierende Meister der Serie A pochte auf eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro. Bei einem aktuellen Marktwert von drei Millionen (transfermarkt.de) und einer restlichen Vertragslaufzeit von einem Jahr eine objektiv angemessene Forderung - für Hertha BSC aber schlicht nicht stemmbar. Die Verhandlungen stagnierten. Ein Demme-Transfer war vorerst vom Tisch.

Wie die BILD berichtet, kommt nun neuer Schwung in den Demme-Poker. Dem Vernehmen hat sich der Stand überraschend verändert. Napolis Neutrainer Rudi Garcia habe sich den Mittelfeld-Routinier in den letzten Wochen näher angeschaut und der Vereinsführung klar signalisiert, dass man ohne ihn planen könne. Für Hertha BSC könnte das zum Schlüssel werden.

So habe sich Napoli infolgedessen entschieden, die Ablöseforderungen erheblich zu senken. Statt der geforderten 1,5 Millionen steht nun eine Ablösesumme von 500.000 Euro im Raum. Über die entsprechenden finanzielle Ressourcen verfügt Hertha BSC nun. Oliver Christensen (24) steht vor einem Wechsel zur AC Florenz und soll stolze sechs Millionen Euro in die Kassen spülen. Damit wäre ein Demme-Transfer problemlos finanzierbar. Auch Dodi Lukebaio steht vor einem Abschied. Den Belgier zieht es wohl zu Premier-League-Aufsteiger FC Burnley.

Beim Hauptstadtclub könnte Demme auf Anhieb eine tragende Rolle einnehmen. Der Zeitung zufolge soll der Ex-Leipziger nicht nur einen Dreijahresvertrag erhalten, sondern auch ein Kandidat für die Kapitänsrolle sein. Darüber sollen Demme und die Hertha-Bosse bereits gesprochen haben. Sollte nun alles nach Plan laufen, könnte der Deal in den nächsten Tagen über die Bühne gehen. Dann könnte der 31-Jährieg sogar schon im nächsten Liga-Spiel gegen den HSV auf dem Platz stehen.


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