Hertha BSC

Hertha-Niederlage gegen Mainz: Boateng schießt gegen Matthäus - Bobic kündigt Umbruch an

Daniel Holfelder
Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic
Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic / Boris Streubel/GettyImages
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Hertha BSC hat den vorzeitigen Klassenerhalt verpasst. Verständlich, dass es nach dem 1:2 gegen Mainz um die Stimmung nicht zum Besten bestellt war. Das spiegelte sich auch in den Aussagen von Kevin-Prince Boateng nach der Partie wider. Geschäftsführer Fredi Bobic wiederholte derweil, dass es im Sommer einen personellen Umbruch geben wird.


Sky-Experte Lothar Matthäus hatte die Hertha nach dem Spiel hart kritisiert, Boateng widersprach dem Rekordnationalspieler deutlich. "Ich habe Matthäus gerade gehört, der weiß ja alles. Es war ja wieder alles schlecht bei uns", kommentierte Boateng zunächst sarkastisch, gab dem TV-Experten aber auch teilweise recht (via kicker): "Bei einer Sache muss ich ihm Recht geben: Wir haben von hinten nicht gut rausgespielt. Den Rest würde ich nicht so schlecht reden. Viel hat gefehlt, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Wir waren nicht im Spiel heute, von der ersten Minute bis zum Ende, wir waren nicht frisch im Kopf."

Dennoch wird der Hauptstadtklub aller Voraussicht nach nicht absteigen. Wenn der FC Bayern am Sonntagabend gegen Verfolger Stuttgart gewinnt, können die Berliner auf dem Sofa den Klassenerhalt feiern.

Damit die nächste Saison erfolgreicher verläuft als die aktuelle Spielzeit, plant Fredi Bobic einen personellen Umbruch "Es wird natürlich - egal was kommt - einen größeren Umbruch geben. Das ist klar", betonte der Geschäftsführer Sport am Sky-Mikrofon.

Dazu gehört wohl auch eine Neubesetzung auf der Torhüterposition. Alexander Schwolow hat seinen Status als Nummer eins in den letzten Wochen eingebüßt, stattdessen hütet der erst 20-jährige Marcel Lotka den Berliner Kasten. Der Pole hat eigentlich schon einen Vertrag in Dortmund unterschrieben, die Hertha will sich mit dem Verlust des Talents aber noch nicht abfinden.

Daher hat Bobic inzwischen eine Klausel zur Vertragsverlängerung gezogen, die in Lotkas Arbeitspapier verankert ist. Ursprünglich wollten die Berliner von dieser Option nicht Gebrauch machen und hatten das auch dem BVB mitgeteilt, der Lotka im Anschluss ablösefrei für die neue Saison verpflichtete.

Nun wird sich wohl das DFB-Sportgericht mit dem Fall befassen müssen. "Das wird jetzt ein juristisches Ding. Wir wollen das in Ruhe besprechen, wenn alles vorbei ist. Er hat auch einen Vertrag in Dortmund unterschrieben", erklärte Bobic.


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