Hertha BSC

"Den Verein angezündet": Gegenbauer schießt gegen Windhorst

Yannik Möller
Lars Windhorst (re.)
Lars Windhorst (re.) / ODD ANDERSEN/GettyImages
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Nach seinem Rücktritt bei Hertha BSC, unmittelbar nach dem gesicherten Klassenerhalt, hat bald Ex-Präsident Werner Gegenbauer gegen Investor Lars Windhorst geschossen.


Kaum war der Klassenerhalt am Montagabend gesichert, verkündete Werner Gegenbauer am Tag darauf seinen Rücktritt. Von 2008 an war er als Präsident der Hertha tätig, zuvor bereits als Aufsichtsratsmitglied und für zwei Jahre auch als Vorsitzender des Gremiums.

Eine lange Verbundenheit mit dem Hauptstadtklub, die zumindest in formeller Form nun ein Ende gefunden hat. Der Grund für die Entscheidung, bei der Mitgliederversammlung am Sonntag nicht erneut zu kandidieren, ist der anhaltende Streit mit Lars Windhorst.

Gegenbauer: Windhorst hat "Spaltung zu verantworten"

In den letzten Wochen und Monaten gab es mehrere mediale Auseinandersetzungen der beiden. So erklärte etwa der Investor zuletzt noch, es sei "unter der Führung von Gegenbauer sehr schwierig, als Team zu arbeiten". Diesem gehe es nur um "Machterhalt".

Nach seinem Aus schießt Gegenbauer nun scharf zurück. "Er hat in den vergangenen Wochen, mitten im Abstiegskampf, den Verein angezündet", so sein Vorwurf im Tagesspiegel.

Der 71-Jährige weiter: "Windhorst hat eine Spaltung zu verantworten, die den Klub und alle Abteilungen schwer verunsichert hat. Es wird die Aufgabe meiner Nachfolgerin oder meines Nachfolgers sein, diese Spaltung rückgängig zu machen."

FC Bayern Muenchen v Hertha BSC - Bundesliga
Werner Gegenbauer mit Michael Preetz - Archivbild / Jörg Schüler/GettyImages

Ein Vorwurf, der schwer wiegt. Klar ist: Zuletzt hat sich Berlin auch von innen heraus verletzt. Nicht nur das spielerische Image der Mannschaft, die sich mit letzter Kraft in der Relegation retten konnte, stand im Vordergrund.

Immer wieder gab es gegenseitige Vorwürfe, die den gesamten Verein und das dazugehörige Umfeld belasteten. Immerhin: Es bietet sich die Gelegenheit für einen Umbruch. Schließlich braucht es zurzeit einen neuen Präsidenten, einen Sportdirektor sowie Trainer und auch die Geschäftsführung ist derzeit ohne Vorsitz. Im Oktober geht Finanz-Chef Ingo Schiller auch noch.


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