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Hertha BSC

Krasnodar widerspricht Hertha im Bezug auf die Kosten für Jhon Córdoba

Christian Gaul
Jhon Córdoba soll günstiger zu haben gewesen sein
Jhon Córdoba soll günstiger zu haben gewesen sein / Matthias Kern/Getty Images
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Der russische Klub FK Krasnodar bestreitet die kursierende Ablösesumme für den Ex-Herthaner Jhon Córdoba. Angeblich war der Kolumbianer viel günstiger zu bekommen, als es die Berliner zunächst darstellten.


Im Sommer ging Hertha BSC einen mittelschweren Umbruch an, um perspektivisch in die gewünschten Tabellen-Regionen vorstoßen zu können.

Unter anderem wurde auch Sturm-Tank Jhon Córdoba veräußert, um die Mannschaft neu aufstellen und aufgrund der Pandemie entstandenen finanzielle Löcher ausbessern zu können. Dabei ging man bislang davon aus, der Córdoba bei seinem Transfer zum russischen FK Krasnodar satte 20 Millionen Euro in die Berliner Kassen spülte.

Doch der aufnehmende Verein bestreitet die Höhe dieser Summe nunmehr vehement.

Krasnodar widerspricht vehement - wie glaubwürdig sind die Aussagen?

"Woher haben die Medien die Information, dass unser Verein Córdoba für einen solchen Betrag erworben hat? Ich erkläre offiziell, dass der FK Krasnodar den Stürmer Jhon Córdoba für 10,5 Millionen Euro erworben hat, zuzüglich kleiner Prämien für den Fall, dass der Verein in den europäischen Wettbewerben gut abschneidet. Das ist die Summe, und nur sie entspricht der Realität", wollte Krasnodars Geschäftsführer Vladimir Khashig gegenüber championat.com wissen lassen (via transfermarkt.de).

Demnach würde die Hertha wohl mindestens fünf Millionen Euro weniger für Còrdoba eingenommen haben, als zunächst veranschlagt.

Allerdings weist der russische Ableger von transfermarkt.de darauf hin, dass die Aussagen von Khashig mit Vorsicht zu genießen sind.

"Diese Aussagen kann man kontrovers diskutieren, weil der Verein in der Regel keine Infos nach außen gibt, jetzt aber plötzlich der Sportdirektor die Zahlen offenlegt", so die Meinung von Journalist Artjom Zavodnyk. Zudem habe es ein ähnliches Szenario auch beim Wechsel des Schweden Kristoffer Olsson von Krasnodar zum RSC Anderlecht gegeben.

Jhon Cordoba
Verwirrung um die Kosten für Jhon Còrdoba / Matthias Kern/Getty Images

"In den Medien wurde berichtet, dass wir Kristoffer Olsson für vier Millionen Euro verkauft haben, aber auch das stimmt nicht. Der schwedische Mittelfeldspieler wurde für 6,3 Mio. Euro verkauft", wurde FK in diesem Fall zitiert.

Doch Anderlecht soll dem bereits widersprochen haben, wie belgische Medien berichten - somit könnte man ein Muster vermuten.

Jedoch bestätigt auch Journalist Artjom Zavodnyk, dass die bislang angenommenen 20 Millionen Euro für Córdoba in dieser Höhe "für alle im Land etwas überraschend" erscheint.

Demnach kann man davon ausgehen, dass irgendwas an der Sache nicht ganz koscher erscheint. Eine Antwort der Hertha wird mit Spannung erwartet.

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