Hertha BSC

"Sehr, sehr emotional": Herthas Marco Richter mit erstem Tor nach Krebserkrankung

Daniel Holfelder
Marco Richter freut sich über sein Traum-Comeback
Marco Richter freut sich über sein Traum-Comeback / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Es gibt Geschichten, die schreibt nur der Fußball. Nach überstandener Hodenkrebs-Erkrankung stand Marco Richter von Hertha BSC erst zum zweiten Mal wieder auf dem Feld und bescherte der Alten Dame mit seinem Treffer zum 2:0 den so wichtigen ersten Saisonsieg - und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub FC Augsburg.


"Es war sehr, sehr emotional einfach", erklärte der 24-Jährige nach dem Spiel bei DAZN. "Ich will einfach Fußballspielen und Spaß haben. Klar fehlt körperlich das ein oder andere Prozent. Aber wenn ich jedes Mal Joker bin und dann ein Tor mache, habe ich nix dagegen." Nach seiner Tumordiagnose Mitte Juni hatte Richter in der vergangenen Woche gegen den BVB sein Comeback gefeiert. Wie gegen die Schwarzgelben wurde der 24-Jährige auch in Augsburg eingewechselt.

Augenzwinkernd gab Richter zu, dass er vor seinem Treffer zum 2:0 auch "ein bisschen Bammel" hatte. Zwar musste der Offensivmann den Ball frei vor Tor nur noch über die Linie drücken, erinnerte sich aber daran, dass er "so einen [auch] schon vergeben" hat. Am Ende erledigte er die Pflichtaufgabe souverän, ließ FCA-Keeper Gikiewicz ins Leere fliegen und schob zum ersten Berliner Saisonsieg ein. "So wünsche ich mir, dass es weitergeht", fasste der gebürtige Friedberger den Nachmittag zusammen.

Auch Trainer Sandro Schwarz war die Freude über Richters Traum-Comeback anzusehen. "Wir freuen uns, dass er endlich wieder diesen Alltag erleben darf. Dass er gesund ist und seiner Leidenschaft nachgehen darf", so Schwarz. "Wie er damit umgegangen ist, wie der Verein damit umgegangen ist - außergewöhnlich."

Am kommenden Wochenende gegen Bayer Leverkusen wollen die Berliner an die Leistung in Augsburg anknüpfen und direkt den zweiten Saisonsieg einfahren. Ein weiterer Richter-Treffer würde diesem Unterfangen sicher nicht schaden.


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