Schwarz gerät bei Hertha unter Druck - So reagiert Bobic

Yannik Möller
Fredi Bobic
Fredi Bobic / Christof Koepsel/GettyImages
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Zum Start ins neue Jahr musste Hertha BSC bereits zwei deftige Pleiten hinnehmen. Durch die zugleich gefährliche Ausgangslage in der Tabelle erhöht sich der Druck auf Trainer Sandro Schwarz. Fredi Bobic richtet aber lieber sehr deutliche Worte an die Spieler.


Die gute Nachricht für die Hertha: Abgerutscht ist man in der Tabelle seit dem Liga-Restart nicht. Das liegt allerdings nur daran, dass sich Tabellenschlusslicht Schalke 04 einige Zähler weit weg befindet. Die zwei satten Niederlagen, die der Hauptstadtklub bereits hinnehmen musste, haben die Ausgangslage dennoch verschärft.

Anstatt einen Schritt nach vorne zu machen, scheint sich die gefährliche Situation eher zu zementieren. Als Tabellen-17. dabei zusehen zu müssen, wie die direkte Konkurrenz hier und da einen Befreiungsschlag feiern darf, während man selbst abgeschossen wird, erhöht den Druck immens.

Und dieser Druck richtet sich im Fußballgeschäft zumeist auf den Trainer. Sandro Schwarz nahm die fünf Gegentore gegen den VfL Wolfsburg am Dienstagabend mit versteinerter Mine hin.

Hertha BSC v VfL Wolfsburg - Bundesliga
Kein Spiel auf Augenhöhe: Berlin gegen Wolfsburg / Maja Hitij/GettyImages

Bobic mit klarer Ansage: Schwarz steht "nicht einmal ansatzweise zur Diskussion"

Fredi Bobic stellte nach Abpfiff aber direkt und unmissverständlich klar, an wen sich seine deutliche Kritik richtet. "Die erste Halbzeit war das schlechteste, was ich in dieser Saison gesehen habe, das wissen auch die Spieler", erklärte er bei Sky. Die ersten 45 Minuten bezeichnete er als "wirklich unterirdisch", die Mannschaft sei "kopflos rumgerannt".

Schwarz als Trainer stehe für ihn aber "nicht einmal ansatzweise zur Diskussion". Eine etwaige Trainerdiskussion räumte Bobic damit sofort ab. Das machte er auch an den zuvor teilweise "wirklich begeisternden Spielen" fest, welche die Berliner unter dem Coach schon gezeigt haben. "Wir haben keine Gedanken, dass wir irgendwann in eine Situation kommen. Nein, wir ziehen voll durch", schloss er dieses Kapitel - zumindest vorerst.

Groß ist der Druck auch deshalb, weil am Samstag das Berlin-Derby ansteht. Union wird dann im Olympiastadion zu Gast sein. Es könnte zu einem wichtigen Sieg und einem wahren Stimmungsaufheller kommen, oder aber auch zu einem Knall.

"Wir werden das klar ansprechen, damit sie für Samstag körperlich aber auch geistig auf der Höhe sind", blickte auch der Manager schon voraus.


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