Henrikh Mkhitaryan schwärmt vom BVB und spricht über Rückkehr: "Werde wieder nach Dortmund kommen"

Henrikh Mkhitaryan schwärmt vom BVB
Henrikh Mkhitaryan schwärmt vom BVB / Giuseppe Bellini/GettyImages
facebooktwitterreddit

Henrikh Mkhitaryan trifft am Sonntagabend mit der armenischen Auswahl auf die deutsche Nationalmannschaft und ehemalige Kollegen vom BVB. Vor dem Aufeinandertreffen sprach der Mittelfeld-Star über seine Zeit in Dortmund, die Gründe für einen Wechsel nach Manchester und eine mögliche Rückkehr zu seiner Borussia.


"Ich habe heute noch Kontakt nach Deutschland. Ich werde die Zeit dort nie vergessen. Das war für mich die schönste Zeit als Fußballer", resümierte Mkhitaryan im Gespräch mit Sport1.

Der Armenier spielte von 2013 bis 2016 für den BVB und trat in Dortmund in die großen Fußstapfen von Mario Götze. Mit 40 Toren und 41 Vorlagen in 140 Pflichtspielen konnte Mkhitaryan den Erwartungen mehr als gerecht werden. Umso schmerzhafter war aus gelb-schwarzer Sicht der Wechsel von Mkhitaryan im Sommer 2016 zu Manchester United.

Henrikh Mkhitaryan
Henrikh Mkhitaryan machte sich beim BVB unvergesslich / Laurence Griffiths/GettyImages

Sein Abschied aus Dortmund verlief seinerzeit nicht reibungslos. Mkhitaryan wurde vorgeworfen, er würde dem Ruf des Geldes folgen. Das dementierte der mittlerweile 32-Jährige nun vehement.

"Es wurde in dieser Zeit sehr viel Blödsinn erzählt. Die Entscheidung wurde von mir und dem Klub zusammen getroffen", stellte Mkhitaryan klar. "Als ich hörte, dass Manchester United an mir interessiert war, wollte ich dorthin. Es war mein großer Traum, irgendwann mal in England zu spielen. Die Leute haben gesagt, dass ich das nur wegen der Kohle gemacht habe. Das ist Quatsch! Ich habe Fußball nie wegen des Geldes gespielt, sonst wäre ich nach Russland oder woanders hin gegangen. Ich war glücklich in Dortmund, aber manchmal muss man harte Entscheidungen treffen, die vielleicht nur einmal im Leben kommen, und auf sein Herz hören."

Wirklich auszahlen sollte sich der Wechsel nach Manchester nicht; bei den Red Devils konnte Mkhitaryan nicht wirklich Fuß fassen und wechselte nach anderthalb durchwachsenen Jahren zum FC Arsenal, wo er ebenfalls kein sportliches Zuhause fand. Mittlerweile steht Mkhitaryan bei der AS Rom unter Vertrag, der allerdings am Saisonende ausläuft. Und dann?

"In dem Alter ist es nicht mehr so einfach, auf seinen Körper zu achten", erklärte Mkhitaryan angesprochen auf ein mögliches Karriereende. "Mein Kopf sagt mir: Fünf, sechs Jahre schaffst du locker noch. Ich hoffe, dass mein Körper auch mitmacht. Ich weiß aber, dass ich nicht mehr so viel Zeit habe. Ich genieße deshalb jede Sekunde und sauge alles auf. Irgendwann wird es leider vorbei sein. Wer weiß wann."

Vertrag läuft aus: Henrikh Mkhitaryan kann sich Rückkehr zum BVB vorstellen

Mit seinen 32 Lenzen und nach durchwachsenen Jahren ist Mkhitaryan sicher nicht mehr der Spieler, der er damals in Dortmund war. Der Armenier ist aber noch immer ein außergewöhnlicher Kicker, der in seinem Repertoire nicht nur auf Fitness angewiesen ist, sondern über einen bemerkenswerten Fußball-IQ und eine feine Technik verfügt. Interessant ist Mkhitaryan damit auch mit 32 Jahren noch für die meisten Top-Clubs.

Auch für den BVB? Eine Rückkehr nach Dortmund will der Armenier nicht ausschließen. Im Gegenteil: Mkhitaryan will so oder so auf jeden Fall in den Signal-Iduna-Park zurückkehren! "Eines ist sicher: Ich werde irgendwann wieder nach Dortmund kommen, ich weiß nicht, ob als Spieler, aber auf jeden Fall als Zuschauer", schwärmte der 32-Jährige.

Es wäre nicht die erste überraschende Rückholaktion in der Ägide Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke. Und kein Schwarz-Gelber würde sich gegen eine Rückkehr von Henrikh Mkhitaryan sperren. Im Schatten eines auslaufenden Vertrages darf man in Dortmund ja gerne träumen, auch wenn sich Mkhitaryan aktuell ganz auf seine Aufgaben bei der armenischen Nationalmannschaft und in Rom konzentriert.