Flick von Bierhoff-Aus beim DFB schwer getroffen

Henry Einck
Bierhoff hatte Flick zum Bundestrainer gemacht.
Bierhoff hatte Flick zum Bundestrainer gemacht. / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Am Montagabend hat der DFB bekannt gegeben, dass der Vertrag mit Manager Oliver Bierhoff mit sofortiger Wirkung aufgelöst wird. Der Abgang ist die Folge des schlechten Abschneiden bei der WM 2022. Jetzt hat sich Trainer Hansi Flick in einem offiziellen Statement zu Wort gemeldet.


Vier Tage nach dem Aus der Nationalmannschaft in der WM-Gruppenphase hat Oliver Bierhoff die Konsequenzen gezogen. Der 54-Jährige verlässt nach 18 Jahren den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Beide Parteien verständigten sich am Montag auf eine Auflösung des bis 2024 datierten Vertrages. Nun hat Hansi Flick Stellung zum Bierhoff-Abgang bezogen, der ihn im Juli 2021 zum Cheftrainer der Nationalmannschaft gemacht hatte.

Aus dem Statement geht hervor, dass Flick von der Vertragsauflösung schwer getroffen ist. Für den Abschied seines "ersten Ansprechpartners und Freundes" Oliver Bierhoff fand der einstige Bayern-Coach persönliche Worte und stellte auch offen die Frage über seine eigene Zukunft.

"Menschlich neue Maßstäbe gesetzt"

"Meinem Trainerteam und mir fällt im Moment die Vorstellung schwer, wie die durch Olivers Ausscheiden entstehende Lücke fachlich und menschlich geschlossen werden kann", sagte der Bundestrainer in einem am Dienstagmorgen veröffentlichten Statement. Die Zusammenarbeit sei immer von Loyalität, Teamgeist, Vertrauen und Zuverlässigkeit geprägt gewesen.

Flick bezeichnete Bierhoff als "Freund" und dankte ihm für das "unschätzbar hohe Vertrauen". "Dieses Vertrauen ist und bleibt im Fußball das höchste Gut", betonte Flick. Bierhoff habe "fachlich wie menschlich Maßstäbe gesetzt". Das Projekt EM 2024 in Deutschland sei immer das gemeinsame Ziel gewesen.

Zukunft von Flick bleibt offen

Zudem stellte er die Leistungen von Oliver Bierhoff in der Zeit als DFB-Manager in den Mittelpunkt. Der deutsche Fußball "und insbesondere die Nationalmannschaft haben ihm unglaublich viel zu verdanken". Bierhoff habe Reformen "mit größtem persönlichen Engagement und gegen viele Widerstände vorangetrieben."

Bezüglich seiner eigenen Zukunft äußerte sich Flick nur vage. In dem Statement wird klar, dass Bierhoff für ihn sein wichtigster Partner war. "Die letzten Tage waren nicht einfach", sagte Flick. Ob Flick ohne Bierhoff Cheftrainer bleiben wird, ist offen. Am Mittwoch soll er DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Vize Hans-Joachim Watzke eine erste Analyse des WM-Debakels präsentieren.



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