Bayern München

"Spannend und konstruktiv" - Flick und Lauterbach nach Streit mit Aussprache

Jan Kupitz
Hansi Flick hat sich mit Karl Lauterbach ausgesprochen
Hansi Flick hat sich mit Karl Lauterbach ausgesprochen / Pool/Getty Images
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Vor einigen Tagen sorgte Hansi Flick für Aufsehen, als er den SPD-Politiker Karl Lauterbach scharf kritisierte. Kurz darauf entschuldigte sich der Bayern-Coach öffentlich, nun haben sich die beiden Akteure auch privat ausgesprochen.

Lauterbach hatte in der vergangenen Woche die Sonderstellung des Profifußballs kritisiert und vor allem bemängelt, dass der FC Bayern München mitten in der Pandemie zur Klub-WM nach Katar gereist war. Dass mit Thomas Müller dann auch noch ein Akteur während des Turniers positiv auf das Virus getestet wurde, war natürlich Wasser auf die Mühlen aller Kritiker.

Hansi Flick konnte die Aussagen des SPD-Politikers jedoch nur bedingt nachvollziehen und schoss nach der Rückkehr nach Deutschland scharf gegen den 57-Jährigen. Lauterbach habe "immer zu irgendwas etwas zu sagen, immer ein Thema, wo er sich wieder meldet". Dazu bemängelte Flick, dass sich die Politik und Experten besser zusammen setzen sollten, um "wirklich mal eine Strategie zu entwickeln, dass man irgendwann mal wieder Licht im Tunnel sieht. Das ist aktuell zu wenig, finde ich." Für diese Aussagen musste sich der Bayern-Trainer im Netz ebenfalls viel Kritik gefallen lassen.

Kurz darauf entschuldigte sich Flick für seine Aussagen, die er aus der Emotion heraus getroffen habe. Zudem erklärte er, es sei "vielleicht ganz gut, wenn ich mich mal mit dem Karl Lauterbach ausspreche". Gesagt, getan.

Entscheidend ist der Teamgeist!

Der SPD-Politiker twitterte am Donnerstag, dass er sich "eine Halbzeit lang" mit Flick "über die Lage des Profifußballs in Zeiten von Corona" unterhalten habe. Lauterbach bezeichnete das Gespräch als ein "spannendes und konstruktives mit gegenseitiger Wertschätzung". Und das Wichtigste: "Jeder Streit ist beigelegt."

Ohnehin sei es in diesen Zeiten entscheidend, dass "in der Bewältigung der Coronakrise" Teamgeist zähle. "Den habe ich im Gespräch durchaus wahrgenommen", so Lauterbach. Unterschiedliche Meinungen könne es immer geben.

Nach diesem Statement sollte das Thema dann auch endgültig gegessen sein.

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