Hannover 96

Hannover 96 auf Trainersuche: Das sind die drei Topkandidaten

Simon Zimmermann
Jan Zimmermann (r.) war der Wunschtrainer von Marcus Mann
Jan Zimmermann (r.) war der Wunschtrainer von Marcus Mann / Photo by Thomas F. Starke/Getty Images
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Hannover 96 muss die eigenen Planungen mal wieder über Bord werfen. Die Talfahrt in der 2. Liga zwang den Klub zu einem Trainerwechsel. Drei Topkandidaten soll es für die Zimmermann-Nachfolge geben. Eine Entscheidung wird noch Mitte dieser Woche erwartet.


Es ist immer so eine Sache, wenn Hannover-Boss Martin Kind öffentlich die Treue zu seinem Trainer bekundet. Nach acht sieglosen Spielen in der 2. Liga und dem Abrutschen auf Relegationsrang 16 war für Kind und dessen Sportdirektor Marcus Mann die Zeit gekommen, von ihren Plänen mit Jan Zimmermann abzurücken.

Eigentlich sollte der aus Havelse gekommene Übungsleiter endlich wieder Ruhe und Konstanz an die Leine bringen. Doch Konstanz gab es bei 96 zuletzt nur noch in der Sieglosigkeit. Die Trennung vom Trainer schien nach dem 0:4-Debakel in Karlsruhe unvermeidlich.

Jetzt stellt sich die Frage, wer als neuer Trainer kommen soll. Einer, der sich einem Projekt widmet? Oder lieber zunächst einer, der die akute Abstiegsgefahr bannt?

Kind will erfahrenen Coach - Das sind die drei Topkandidaten

Zwei Seiten lang soll die Liste von Sportchef Mann am Montag gewesen sein. Nur einen Tag später sei diese laut Sportbuzzer auf einige wenige Top-Kandidaten reduziert worden. Klubboss Martin Kind erklärte, er habe "das Gefühl, dass die Mannschaft in dieser Situation einen erfahrenen Trainer braucht".

Doch zwei erfahrene Trainer aus dem Favoritenkreis sind schon raus. Bei Bruno Labbadia gibt es keine Chance. Uwe Neuhaus war ebenfalls nicht bereit für den 96-Job. Der ehemalige Bielefeld-Coach soll auf die Trainerbank bei Fortuna Düsseldorf schielen, wo Christian Preußer - analog zur Situation in Hannover - stark in der Kritik steht.

Derzeit sind die am heißesten gehandelten Kandidaten Ex-HSV-Coach Daniel ­Thioune, der ehemalige Fortuna-Trainer Uwe Rösler und Dietmar Kühbauer, der zuletzt Rapid Wien trainierte.

Daniel Thioune
Daniel ­Thioune könnte sein 96-Debüt ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub geben / Martin Rose/GettyImages

Einzig Thioune steht aktuell noch in einem Vertragsverhältnis. In Hamburg läuft dieser noch bis kommenden Sommer. Bei den Rothosen soll man aber bereit sein, den Vertrag aufzulösen. Brisant: Am Sonntag empfängt Hannover die Hamburger.

Hannover 96 will Trainerfrage bis Mittwoch klären

Der Name Rösler tauchte dagegen in den vergangenen Monaten häufiger in und um Hannover auf. Der 53-Jährige hätte sicherlich auch die von Kind geforderte Erfahrung. Was auch für Kühbauer gilt. Der 50-Jährige Österreicher hat diese bislang aber nur in seiner Heimat gesammelt. Als Spieler trug er übrigens zwei Jahre das Trikot des VfL Wolfsburg.

Schon bis Mittwoch soll die Trainerfrage im Bestfall geklärt sein. Die Zeit drängt schließlich. Wurde bis dahin noch keine Einigung mit einem Kandidaten erzielt, soll es zunächst eine Interimslösung geben. Ein Kandidat wäre Christoph Dabrowski, Trainer der zweiten Mannschaft.

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