Bayern München

Hamann feuert gegen Bayern-Bosse: "An Selbstherrlichkeit nicht zu überbieten"

Yannik Möller
Didi Hamann mit Sebastian Hellmann (Archivbild)
Didi Hamann mit Sebastian Hellmann (Archivbild) / Boris Streubel/GettyImages
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Der Wechselfehler des FC Bayern zieht seine Kreise. Didi Hamann gefällt der Umgang der FCB-Bosse mit dem Thema überhaupt nicht - das machte er nun auch deutlich.


Es war das Kuriosum des vergangenen Spieltags: Für etwa 20 Sekunden spielten die Bayern mit zwölf Mann. Die Panne, ausgelöst durch eine alte und somit falsche Nummer auf der Anzeigetafel, wurde zwar schnell korrigiert. Doch inzwischen hat der SC Freiburg Protest gegen die Wertung eingelegt, der Prozess läuft.

Dafür gab es wenig Verständnis seitens mancher Münchener. Dass an der Säbener Straße zudem von einem sicheren Urteil ausgegangen wird, durch das das 4:1-Resultat bestehen bleibt, sorgt bei Didi Hamann für Frust.

"Schwache Führung": Hamann teilt gegen Bayern aus

Gegenüber Goal erklärte er seinen Ärger über das Verhalten der FCB-Verantwortlichen: "Keiner von den Bayern hat ein Schuldeingeständnis abgegeben. Dabei haben sie die Tafel mit einer falschen Nummer hochgehalten. Ich weiß auch nicht, was sich Sabitzer gedacht hat. Wenn du reingehst, machst du das natürlich erst, wenn der ausgewechselte Spieler das Feld verlassen hat."

"Die Krönung", so der Sky-Experte, sei hingegen die Aussage von Michael Gerlinger gewesen. Der 'Direktor Recht' des deutschen Rekordmeisters erklärte: "Wir sind überzeugt, dass das DFB-Sportgericht nach den anwendbaren Regelungen nur zu einer Entscheidung kommen kann: Die Wertung unseres 4:1-Sieges bleibt erhalten."

Hamann verärgert: "Das ist an Selbstherrlichkeit nicht zu überbieten. Das ist schwache Führung."

Hasan Salihamidzic, Arno Blos, Christian Dingert, Julian Nagelsmann
Die Wechselpanne fiel nach etwa 20 Sekunden auf / Matthias Hangst/GettyImages

"Wenn ich einen Fehler mache, muss ich mir das auch eingestehen. Aber jetzt die Freiburger in die Ecke der Unsportlichkeit zu drängen, ist bodenlos", polterte er weiter. Der SC sei sogar "in der Pflicht, Einspruch einzulegen". Für diesen Schritt habe er "vollstes Verständnis".

So sei "doch klar", dass die Bayern in irgendeiner Form sanktioniert werden müssten.

Bereits unmittelbar nach dem Spiel hatte sich der 48-Jährige sehr deutlich für eine Strafe ausgesprochen und damit die Gemüter mancher Bayern-Anhänger erhitzt.


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