Bayern München

Hamann: Bayern "aktuell keine Mannschaft" - Süle-Abgang sorgte für große Unruhe

Yannik Möller
Niklas Süle
Niklas Süle / Alex Caparros/GettyImages
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Vor dem 'Klassiker' sieht Didi Hamann den FC Bayern als längst nicht gefestigt an. Derzeit sei keine Einheit vorhanden. Zudem sei durch den Transfer von Niklas Süle sehr viel Unruhe entstanden.


Über die letzten Jahre war es kein allzu seltenes Ereignis, dass sich die Bayern im direkten Duell mit dem BVB deutlich durchsetzen konnten. Diverse hohe Siege waren die Folge, die immer wieder aufzeigten, wie wenig Chancen Schwarz-Gelb im Rennen um die Meisterschaft doch tatsächlich hat.

Doch mit einem solch klaren Sieg rechnet dieser Tage nicht jeder. Wenn der 'Klassiker' am Samstagabend ansteht, können die Münchener nicht unbedingt auf die souveränsten und erfolgreichsten Wochen zurückblicken.

Hamann: Bayern ist aktuell keine richtige Einheit

Auch Sky-Experte Didi Hamann geht von einem engeren Duell aus. "Ich weiß nicht, ob die Bayern im Moment gefestigt genug sind, das zu machen, was sie in den letzten Jahren mit den Dortmundern gemacht haben. Im Moment ist auch relativ viel Unruhe im Verein", erklärte er im Gespräch mit der Bild.

So sei es zwar durchaus möglich, dass die Bayern - gerade nach den letzten Wochen inklusive frühzeitigem Aus in der Königsklasse - ein Ausrufezeichen setzen wollen. "Aber ich habe das Gefühl, dass Bayern im Moment keine Mannschaft ist, aus verschiedensten Gründen", so Hamann weiter.

Ärger um Vertragsverlängerungen, angebliche Uneinigkeit bezüglich der Taktik- und Trainingsmethoden seitens Julian Nagelsmann, fehlende Geschlossenheit. Aktuell gibt es mehrere Aspekte, die den Münchenern ihre Unbesiegbarkeit zu nehmen scheinen.

Julian Nagelsmann
Julian Nagelsmann / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Hamann geht deshalb davon aus, "dass es im Moment einen Bruch in der Münchener Kabine gegeben hat". Zu viele Themen, die für Spalt-Potenzial sorgen, stehen dieser Tage im Vordergrund.

Der TV-Experte richtete seinen Fokus vor allem auf einen bestimmten Transfer: "Der Süle-Abgang wird bei den Bayern bis in die neue Saison nachwirken."

Und damit meint er nicht einmal nur die Fähigkeiten des Nationalspielers, die erst einmal ersetzt werden müssen. Stattdessen geht es auch um die Randerscheinungen: "Sein Abgang hat extrem große Unruhe gestiftet. Das wurmt die Bayern heute noch. Wenn einer ging, dann ging er vom BVB zu den Bayern und nicht umgekehrt."

Nun gehe ein wichtiger Spieler "ablösefrei, in der Blüte seiner Karriere". Der dadurch entstandene Eindruck sei ebenfalls nicht zu unterschätzen, betonte er: "Ich glaube viele in der Mannschaft haben den Eindruck, dass die Spieler, auf die man sich verlassen kann, einfach gehen können – teilweise ablösefrei wie ein Alaba oder ein Süle."


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