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Haaland mit vier Buden! Dortmund zerlegt die Hertha | Spielbericht und Reaktionen

Nov 21, 2020, 10:32 PM GMT+1
Erling Haaland
Erling Haaland schoss die Dortmunder im Alleingang zum Erfolg in Berlin | Pool/Getty Images
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Am späten Samstagabend empfing Hertha BSC die Mannschaft von Borussia Dortmund. Nachdem die Hausherren im ersten Durchgang mithielten, explodierte Erling Haaland nach dem Seitenwechsel.

  • Hertha BSC: Schwolow - Pekarik, Boyata, Alderete, Plattenhardt - Stark, Darida, Guendouzi - Lukebakio, Piatek, Cunha
  • Borussia Dortmund: Bürki - Meunier, Akanji, Hummels, Guerreiro - Witsel, Can - Brandt, Dahoud, Reus - Haaland

Tore: 1:0 Cunha (33.), 1:1 Haaland (47.), 1:2 Haaland (49.), 1:3 Haaland (62.), 1:4 Guerreiro (70.), 2:4 Cunha (Foulelfmeter / 79.), 2:5 Haaland (80.)

Hertha verteidigt konzentriert - Cunha mit Gefühl zur Führung

Youssoufa Moukoko saß zu Beginn auf der Bank, das Debüt des gehypten Dortmunder Talents war somit verschoben. Der BVB begann druckvoll und die Hertha hatte Mühe, dagegenzuhalten. Die Fans sahen dies aber erstmal nicht, denn die Übertragung war extrem eingeschränkt.

Lukebakio war es, der nach knapp zehn Minuten den ersten Abschluss der Partie verbuchen konnte, der Berliner verzog seinen Schuss jedoch knapp. Danach spielte sich viel im Mittelfeld ab und nach 20 Minuten durften auch einige Fans wieder dabei sein.

Die Hertha biss sich in die Partie, besonders Guendouzi machte einen agilen Eindruck und trieb immer wieder an. Dortmund präsentierte sich in dieser Phase nicht griffig genug, hatte aber mehr Ballbesitz.

Nach einer halben Stunde ging die Hertha dann auch verdient in Führung. Schwolows Abschlag hatte Lukebakio auf Cunha gelegt und der Brasilianer schlenzte die Murmel aus 18 Metern herrlich in die rechte Ecke.

Der BVB nahm den Rückstand als Weckruf und versuchte bis Pause energisch, die schnelle Antwort zu liefern. Doch die Hertha verteidigte sehr konzentriert und hatte besonders die Dortmunder Flügel gestutzt - Reus und Brandt blieben blass. Mit der knappen Führung für die Berliner ging es in die Kabinen, auch weil Guerreiro mit dem Pausenpfiff den Pass auf den einschussbereiten Haaland verdaddelte, anstatt selber zu schießen.

Haaland, Haaland, Haaland - Guerreiro - Haaland...und Moukoko!

Unverändert ging es in den zweiten Durchgang und der BVB glich nach nur einer gespielten Minute aus. Can hatte sich wunderbar rechts in den Hertha-Strafraum kombiniert und Haaland völlig blank in der Mitte gefunden.

Sekunden später hatte Pekarik die Chance zur erneuten Hertha-Führung, als er den starken Pass von Guendouzi jedoch nicht verwerten konnte. Im direkten Gegenzug spielte Brandt sehenswert auf Haaland, der seinen Doppelpack schnürte.

Wieder Pekarik war es, der kurz darauf erneut aussichtsreich vor dem Dortmunder Tor auftauchte, doch wurde er in letzter Sekunde beim Kopfball gestört.

Die Hertha ließ nun jedoch ihre Aggressivität aus der ersten Hälfte vermissen und der BVB drängte auf den nächsten Treffer. Die Berliner halfen kräftig mit, als Plattenhardt in der 62. Minute katastrophal auf Alderete zurück spielte, Haaland spritzte dazwischen und legte seinen dritten Treffer nach.

Acht Minuten später ließ Haaland dann Guerreiro den vortritt, der nach einem guten Angriff des BVB am Boden liegend das 4:1 besorgte.

Rund zehn Minuten vor dem Ende flog allerdings Guendouzi in den Strafraum der Dortmunder und es gab tatsächlich Elfmeter für die Hertha - sehr schmeichelhaft. Cunha war es egal, er machte sein zweites Tor an diesem Abend. Doch 22 Sekunden nach dem folgenden Anstoß konnte Haaland nach Doppelpass mit dem eingewechselten Bellingham viel zu leicht seinen vierten Treffer nachlegen.

In der 84. Minute war der Sahne-Abend des Norwegers beendet, als er für den 16-Jährigen Moukoko vom Platz ging. Der eingewechselte Jung-Star wurde damit der jüngste Spieler der Bundesliga-Historie.

Dortmund gewann nach starker Leistung in der zweiten Hälfte auch in der Höhe verdient mit 5:2, die Hertha baute nach gutem ersten Durchgang immens ab und leistete sich in der Defensive einige Fehler.

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