Götze über Vereinssuche: Champions-League-Sieg als Ziel - Bundesliga attraktiv

Jan Kupitz
Mario Götze sucht einen neuen Verein
Mario Götze sucht einen neuen Verein / DeFodi Images/Getty Images
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Um Mario Götze ist es in den letzten Wochen ruhig geworden. Nachdem sich der heiß gehandelte Wechsel zur AS Monaco zerschlagen hatte, tauchten keine neuen Gerüchte auf. Im Interview mit der Bild hat der ehemalige Dortmund Auskunft zum aktuellen Stand gegeben - und verraten, dass er noch einmal die Champions League gewinnen will.

Seit dem 01. Juli ist Götze offiziell vereinslos, einen neuen Arbeitgeber hat er nach seinem Aus in Dortmund noch nicht gefunden. Gegenüber der Bild verriet der 28-Jährige, dass er sich "bewusst die nötige Zeit lassen" will, "um die richtige Entscheidung zu treffen". Der richtige Trainer sowie die richtige Philosophie seien bei der Suche nach einem neuen Verein ausschlaggebend - das Finanzielle spiele dagegen nur eine "untergeordnete Rolle".

Götze träumt vom Champions-League-Gewinn

"Die entscheidenden und wirklich wichtigen Faktoren sind die Sportlichen: Ich will den Konkurrenzkampf, mich auf höchstem Niveau beweisen und zeigen, dass ich jeder Mannschaft helfen kann. Meine Sehnsucht nach Fußball ist sehr groß", ließ Götze wissen, der zudem erklärte, dass er in seiner Karriere "unbedingt noch die Champions League gewinnen" möchte und etwaige Offerten aus den USA daher aktuell nicht in Erwägung ziehe. "Ich will meine Karriere nicht beenden, ohne diesen Titel einmal gewonnen zu haben."

Götze mit Eigenwerbung: Topfit und handlungsschnell

Um sich diesen Traum noch erfüllen zu können, arbeite er aktuell hart. Götze erläuterte, dass er pro Woche an sechs Tagen trainiere: "Ich fühle mich richtig gut. Das einzige, was mir aktuell fehlt, ist das Mannschaftstraining und der dazugehörige Rhythmus. Aber ich bin mir sicher, dass ich keine lange Eingewöhnungszeit brauche, dies war in der Vergangenheit auch nie ein Problem bei mir."

Vorwürfe, dass der Spielmacher zu langsam für den heutigen Tempofußball sei, wischte er dagegen beiseite. Zwar gebe es "in der Endgeschwindigkeit" sicherlich schnelle Spieler, aber: "Die Handlungsgeschwindigkeit ist im Fußball ebenfalls von unheimlich großer Bedeutung. Ich denke, dass ich mich mit dem Ball und in engen Räumen schnell bewegen und mit meinem Instinkt in entscheidenden Situationen ein Team bereichern kann", so Götze selbstbewusst. "Diese Fähigkeit macht oft den Unterschied aus und ich bin überzeugt, dass ich diese Qualität Vereinen geben kann."

Verbleib in der Bundesliga eine Option

Nach seinem Aus in Dortmund hatte es zudem immer wieder geheißen, dass es Götze ins Ausland ziehe und er nicht in Deutschland bleiben möchte. Stimmt nicht, wie der 28-Jährige klarstellte: "Die Bundesliga gehört auch zu Europa und ich habe nie gesagt, dass ich die Bundesliga verlassen muss. Es gibt mehrere ambitionierte Vereine in Deutschland."

Wichtig sei es dem Spielmacher in jedem Fall, noch vor dem Ende des Transferfensters einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben - auch wenn er als vertragsloser Spieler natürlich auch nach der Deadline noch verpflichtet werden könnte: "Der 5. Oktober ist auch in meinem Kopf das Datum, zu dem ich gerne Klarheit über meine Zukunft haben möchte. Ich habe einfach große Lust wieder Fußball zu spielen. Umso früher, desto besser."

Götze sieht BVB-Rückkehr als falsche Entscheidung

Seine Rückkehr zum BVB im Jahr 2016 bezeichnete er "unter sportlichen Aspekten" als falsch! "Ich hätte gerne mehr als nur den Pokal 2017 gewonnen. Aber ich bin dem Verein sehr dankbar und habe tolle Erfolge gefeiert. [...] Nach meiner Rückkehr ist es leider nicht mehr so gelaufen, wie ich es mir bei meinem Wechsel 2016 erhofft habe. Bei Thomas Tuchel habe ich viel gelernt, allerdings war er nach einem Jahr nicht mehr da. Unter Peter Bosz hatte ich eine sehr gute Phase und seine Philosophie passt perfekt zu mir."

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