Eintracht Frankfurt

Glasner geht von Kostic-Verbleib aus - Ein Abgang würde sich auch finanziell nicht lohnen

Tal Lior
Lars Baron/Getty Images
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Kurz vor dem Start der neuen Bundesliga-Saison drohen Eintracht Frankfurt einige schmerzhafte Abgänge. Der wohl wichtigste Spieler in dieser Reihe ist Filip Kostic. Ein Abgang des serbischen Flügelspielers wäre, trotz seines Alters und des Preisschilds, kein wünschenswertes Szenario. Deshalb sind die jüngsten Aussagen von Eintracht-Coach Oliver Glasner diesbezüglich eine Ermutigung.


"Ich gehe davon aus, dass Filip nicht geht", sagte der Österreicher laut hessenschau. "So, wie ich mir keine Gedanken darüber mache, ob ich einen Wandstürmer habe, so wenige Gedanken mache ich mir darüber, dass uns Filip verlassen könnte...Der Kader steht derzeit."

Kostic sielt bislang trotz der vielen Gerüchte (unter anderem Inter Mailand und Hertha BSC) eine sehr starke Vorbereitung und wäre in der neuen Saison mit Sicherheit erneut Eintracht Frankfurts wichtigster Spieler.

Deshalb muss man sich fragen, ob ein Verkauf überhaupt lohnenswert wäre. Die 25 Millionen Euro, die angeblich von den Frankfurtern für Kostic gefordert werden, wird man niemals in einen einzelnen Top-Spieler wie Kostic investieren können, weil Eintracht Frankfurt, trotz der Entwicklung der letzten Jahre, solche Spieler nicht anziehen kann.

Deshalb müsste man stattdessen, wenn man das Geld überhaupt in den Kader reinvestieren will, wieder einige junge Spieler aus kleineren Ligen oder etablierte Routiniers aus der Bundesliga holen. Spieler dieser Sorte hat der Verein aber schon in übermäßiger Zahl. Wo bleibt also der Mehrwert?

Klar, wenn ein Spieler wie Kostic, der für Frankfurt in den letzten Jahren Unglaubliches geleistet hat, um die Freigabe zu einem Top-Klub bittet, darf man ihm als respektvoller Verein nicht zu viele Steine in den Weg legen. Ein Verkauf unter allen anderen Umständen wäre aber ein nicht auffangbarer sportlicher Verlust.

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