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Gladbach: Zakaria vermeidet klares Bekenntnis zur Borussia

Denis Zakaria
Denis Zakaria lässt seine Zukunft offen | TF-Images/Getty Images

Denis Zakaria äußerte sich kürzlich zum ersten Mal über seinen Beraterwechsel und vermeidet dabei ein klares Bekenntnis zum Verbleib bei Borussia Mönchengladbach. Momentan zähle für ihn nur die Genesung von seiner schweren Knieverletzung.

Der Schweizer Denis Zakaria war der herausragende Akteur einer mannschaftlich geschlossenen Saison von Borussia Mönchengladbach. Bis zu seiner Verletzung am 25. Spieltag gegen Borussia Dortmund, als er mit seinem Torhüter Yann Sommer zusammenprallte, war er der Dreh- und Angelpunkt der Gladbacher Mannschaft und Marco Roses Schlüsselspieler.

Nachdem Manager Max Eberl äußerte, dass man trotz der Corona-Krise alle Top-Spieler halten könne und die Borussia sich für die kommende Champions League qualifiziert hat, schien ein Verbleib des umworbenen Mittelfeldspielers sicher zu sein.

Zakaria vermeidet klares Bekenntnis

Jedoch vermied es Zakaria im Interview mit dem Schweizer Blick, eine klare Aussage zu einem Verbleib in Gladbach zu tätigen. Dass er kürzlich seinen Berater Mathieu Beda durch die Agentur "LIAN Sport" ersetzte, ist ein Indiz für einen baldigen Abschied. Denn laut der rp ist Beda eher dafür bekannt, das langfristige Wohl seiner Spieler im Auge zu haben, während "LIAN Sport" vor allem die ganz großen Deals eintüten will.

Zuletzt verdiente die Agentur ordentlich am Transfer von Leroy Sané zu den Bayern oder auch dem Wechsel von Luka Jovic zu Real Madrid im letzten Jahr - wie sehr besonders Jovics Karriere darunter litt, kann man aktuell nur erahnen.

Zakaria selbst will dem Beraterwechsel nicht zuviel Raum geben. "Mathie hat einen sehr guten Job gemacht. Aber ich habe gespürt, dass es Zeit ist für einen Wechsel, für einen neuen Berater", so der 23-Jährige zu seiner Entscheidung.

Denis Zakaria
Der unschöne Moment der Verletzung - Sommer und Zakaria rauschen ineinander | DeFodi Images/Getty Images

Doch seine Äußerungen zu seinen Zukunftsplanungen lassen aufhorchen. "Die Frage nach einem Abgang stellt sich nicht. Ich konzentriere mich voll auf mein Knie und Gladbach. Und ich freue mich, dass die Fohlen nächste Saison Champions League spielen", so Zakaria über die Wechselgerüchte.

Nun kann man sein fehlendes Bekenntnis als Überinterpretieren der naiven Aussagen eines jungen Mannes, der aktuell verletzt ist, deuten. Doch wäre es für alle Anhänger beruhigender gewesen, hätte er sich klar zur Borussia bekannt - im Sinne von: "Ich freue mich, dass WIR nächste Saison Champions League spielen".

Insofern werden die nächsten Wochen zeigen, ob Eberls Aussage zum Zusammenhalten des Kaders Bestand haben werden.