Gladbacher Transfer-Pläne: "Drecksack" gesucht

Yannik Möller
Roland Virkus
Roland Virkus / Lukas Schulze/GettyImages
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Roland Virkus hat längst klargemacht, dass sich Borussia Mönchengladbach auf dem Winter-Transfermarkt noch verstärken möchte - wenngleich unter schwierigen Bedingungen. Ein gesuchtes Profil: Ein "Drecksack".


Viel Geld und Spielraum steht Roland Virkus wahrlich nicht zur Verfügung. Dennoch ist es der erklärte Plan des Gladbacher Sportdirektors, den Kader für die Rückrunde nochmals etwas zu verbessern.

Ein Plan, der schwierig umzusetzen sein wird. Immerhin müsste es de facto für jeden Neuzugang auch einen Abgang geben. Das liegt an den finanziellen Möglichkeiten und an der allgemeinen Kaderzusammensetzung.

Virkus will Spieler mit neuem Skill-Set für Gladbach gewinnen - Spielertyp "Drecksack"

"Der ein oder andere Spieler, der einen anderen Skill hat, als die, die wir schon haben, die wären wünschenswert", äußerte sich der Manager im Fan-Podcast 'MitGedacht' (via fussball.news) etwas genauer zur anvisierten Spielersuche. Virkus hatte in den letzten Wochen bereits erwähnt, dass es weniger um weitere Qualität an sich, sondern primär um gewisse Skills und Fähigkeiten gehen soll, welche die Borussia noch in die Mannschaft bringen möchte.

An was er hinsichtlich dieser gewissen Fähigkeiten denkt, konnte er anhand eines Beispiels gut verdeutlichen: "Wenn ich an Frankfurt denke, die haben einen Sebastian Rode in der Mannschaft, der halt dieser Drecksack ist, der da auch mal aufräumt."

Gladbach braucht - gemäß Virkus - also einen Spielertyp "Drecksack". Einen Spieler, vorzugsweise im zentralen Mittelfeld, der sich nicht dafür zu fein ist, die sogenannte Drecksarbeit zu erledigen. Die wichtigen Zweikämpfe führen, als Leader und Führungsspieler agieren und das Resultat vor die Art und Weise stellen.

Derartige Spielertypen "bringen alles ein was sie können", führte er aus. In der Fohlenelf ist diese Position mit Florian Neuhaus, Julian Weigl und Co. zwar auch mit einsatzfreudigen Akteuren bestückt, doch zeichnen sie sich noch eher über ihr Können am Ball aus, als durch die Abräumer-Qualitäten.

So oder so wird abzuwarten sein, inwiefern der Manager die ausgemachten Baustellen angehen können wird. Selbst wenn das nötige Kleingeld vorhanden sein sollte, so sind angedachte Transferziele im Januar womöglich nicht gleich verfügbar. Nicht umsonst zählt der Winter als die deutlich kompliziertere Transferphase.


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