Ginter mit Gladbach-Angebot unzufrieden - Abgang rückt näher

Wechselt Matthias Ginter 2022 ablösefrei?
Wechselt Matthias Ginter 2022 ablösefrei? / Sebastian Widmann/GettyImages
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Das von Borussia Mönchengladbach vorgelegte Vertragsangebot soll Matthias Ginter nicht überzeugen. Ein ablösefreier Wechsel wird immer wahrscheinlicher.


Lange hatte es gedauert, bis Max Eberl die Verhandlungen mit Matthias Ginter aufnehmen konnte. Der Gladbacher Sportdirektor hatte in den vergangenen Monaten stets seine Wertschätzung für den Abwehrboss betont, gleichzeitig jedoch klargestellt, dass er aufgrund der Coronapandemie nicht über die Ressourcen verfüge, um Ginter ein adäquates Angebot zu unterbreiten.

Nun, da sich die Stadien wieder füllen und die Einnahmen steigen, konnte Eberl endlich die Gespräche über eine Verlängerung mit dem 27-Jährigen starten. "Jetzt konnten wir ein Angebot machen in einer Größenordnung, die einem deutschen Nationalspieler gerecht wird. Und jetzt wartet man ab, was passiert", hatte Eberl in der letzten Woche erklärt und angedeutet, dass keine schnelle Entscheidung zu erwarten sei. Obwohl die Zeit aus Sicht der Borussia sicherlich drängt.

Jonas Hofmann, Patrick Herrmann, Matthias Ginter, Christoph Kramer, Yann Sommer
Wie lange jubelt Ginter noch im Gladbach-Trikot? / Frederic Scheidemann/GettyImages

Laut Angaben der Sport Bild ist Ginter von dem ersten Angebot jedoch nicht begeistert. Sein aktuelles Gehalt von vier Millionen Euro soll demnach gesenkt werden, um der Coronapandemie Rechnung zu tragen. Ginter vermisse aber nicht nur die persönliche Wertschätzung; auch die sportliche Perspektive, die Eberl ihm in den Gesprächen dargelegt hat, scheint den Verteidiger nicht zu überzeugen.

Ginter bezweifle, ob er sein Ziel, dauerhaft international zu spielen, so erreichen kann, heißt es in dem Bericht weiter. Die Sport Bild kommt deshalb zum Fazit, dass ein ablösefreier Wechsel des 27-Jährigen "immer wahrscheinlicher" werde.

Zakaria fordert Gehaltserhöhung

Der andere Profi, dessen Vertrag 2022 endet, ist Denis Zakaria. Mit dem Schweizer gab es noch keine konkreten Gespräche über Zahlen, doch der Mittelfeldstar erwartet eine Gehaltserhöhung, um der Fohlenelf treu zu bleiben.

Würde Eberl den Forderungen des 24-Jährigen nachkommen, hätte das natürlich auch Signalwirkung auf die anderen Spieler. Nicht nur auf Ginter, sondern auch auf Lars Stindl, Jonas Hofmann, Yann Sommer und Co., deren Arbeitspapiere 2023 enden.