Borussia Mönchengladbach

Kader-Umbruch im Sommer: Gladbach spricht schon jetzt von Qualitätsverlust

Yannik Möller
Steffen Korell
Steffen Korell / Lukas Schulze/GettyImages
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Zur neuen Saison wird es einen größeren Umbruch im Kader von Borussia Mönchengladbach geben - unabhängig vom weiteren Saisonverlauf. Die Verantwortlichen rechnen mit einem Qualitätsverlust.


Es ist und bleibt eine Gladbacher Saison zum Vergessen. Selbst wenn am Ende der klare Klassenerhalt stehen sollte, so hat der Verein im Laufe dieser Spielzeit viel durchmachen müssen.

Diskussionen um den Trainer, das Aus von Max Eberl und die Folgen davon, eine sportliche Dauer-Krise mit wenigen Höhen und einigen Tiefen. Schon jetzt ist klar: Im Sommer wird es einen Umbruch im Kader geben. Darauf stellen sich die Verantwortlichen ein.

"Es steht der große Umbruch bevor, allerdings mit erheblich geringeren finanziellen Möglichkeiten als in den letzten Jahren", kündigte Chef-Scout Steffen Korell gegenüber dem Magazin 11Freunde an. Fehlende Europa-Einnahmen und vermeintlich leicht sinkende TV- beziehungsweise Marketing-Einnahmen sind ein Teil dieser Veränderung.

Gladbach spricht schon jetzt von Qualitätsverlust

Das große Problem dabei: Der Klub rechnet mit einem spürbaren Qualitätsverlust. Auch darauf bereitete Korell die Borussia-Fans schon vor. "Wir werden verkaufen, ohne gleichwertig ersetzen zu können", so seine Erklärung.

Dabei werden im Sommer zahlreiche Stammspieler den Klub verlassen. Matthias Ginter etwa wird ablösefrei gehen, möglicherweise nach München. Dazu gilt es als fraglich, ob Jonas Hofmann bleiben wird. Schon im vergangenen Sommer hätte es durchaus zu einem Wechsel kommen können.

Roland Virkus
Roland Virkus / Frederic Scheidemann/GettyImages

Weil bei Spielern wie Breel Embolo, Ramy Bensebaini, Marcus Thuram und Alassane Plea die Verträge im Sommer 2023 auslaufen und eine Verlängerung alles andere als gesichert ist, wird Gladbach sich voraussichtlich auch von ihnen trennen, so die Bild. Dann gibt es zwar noch Ablösen, aber aufgrund dieser Saison im verringerten Maße - während ihre Qualität ersetzt werden muss.

Eberl, der als Sportdirektor ein sehr feines Näschen für derartige Herausforderungen hatte, ist nicht mehr da. Ob Roland Virkus dieser Aufgabe gewachsen ist, wird man abwarten müssen.


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