Borussia Mönchengladbach

Hütter reagiert auf Neuhaus-Frust - und kündigt internes Gespräch an

Simon Zimmermann
Florian Neuhaus schiebt Frust in Gladbach
Florian Neuhaus schiebt Frust in Gladbach / Alex Grimm/GettyImages
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Der Frust musste raus bei Florian Neuhaus nach dem jüngsten Bundesliga-Spiel in Mainz. Der Nationalspieler ist in Gladbach nur noch Dauer-Reservist und beklagte sich deshalb über mangelnde Rückendeckung. Eine Aussprache mit Trainer Adi Hütter soll es nach der Länderspielpause geben.


Die Verantwortlichen bei Borussia Mönchengladbach waren nach dem 1:1 in Mainz bemüht, die Worte von Torschütze Florian Neuhaus nicht zu hoch zu hängen - zumindest öffentlich. Der 24-Jährige hatte sich direkt nach dem Spiel über mangelnde Rückendeckung des Klubs beklagt.

Seit Wochen kommt der Nationalspieler unter Trainer Adi Hütter nicht mehr über den Status des Edeljokers hinaus. Im zentralen Mittelfeld haben ihm Denis Zakaria und Manu Koné eindeutig den Rang abgelaufen. Für den 24-Jährigen, der bei den Fohlen eine steile Karriere hingelegt hatte, eine völlig neue Erfahrung. Eine mit enormen Frustpotenzial.

"Ich hätte mir vielleicht auch ein Stück weit mehr Rückendeckung des Vereins gewünscht, ist wahrscheinlich im Profifußball ein Stück weit Wunschdenken", teilte Neuhaus vor einer Woche seine Gefühlslage am DAZN-Mikro mit.

Adi Hutter
Hütter zeigte sich etwas verwundert über Neuhaus' Worte / Alex Grimm/GettyImages

Hütters Reaktion? "Ich bin ja nicht der Verein, ich bin der Trainer, und da ist ja auch ein Leistungsprinzip!" Und dieses Prinzip sprach in den vergangenen Wochen eben gegen Neuhaus und für das Duo Zakaria/Koné.

Hütter will mit Neuhaus sprechen - Nur die Leistung zählt

Aktuell weilt Neuhaus im Kreise der Nationalmannschaft. Sein Vereinstrainer kündigte nach der Rückkehr ein Gespräch an. "Natürlich muss er ruhig bleiben und trainieren, es wird ihm auch nichts anderes übrig bleiben", so der Österreicher gegenüber der Westdeutschen Zeitung.

Wirklich greifen könne Hütter die Kritik von Neuhaus nicht. Auch deshalb wolle er das Gespräch suchen. "Was heißt das denn? Wen hat er gemeint? Solche Sachen gehören aber dazu, wir werden das intern besprechen, wenn er wieder zurückkommt", erklärte der Gladbach-Coach.

Er könne verstehen, dass die Situation für den 24-Jährigen "nicht ganz einfach" sei. Ändern könne er diese aber nur selbst. "Trainieren, marschieren und Leistung bringen. Punkt. Aus." Worte, die Hütter Neuhaus wohl auch noch einmal im persönlichen Gespräch mit auf den Weg geben wird.

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