Borussia Mönchengladbach

Gladbach-Geschäftsführer Schippers gibt Zielsetzung für die neue Saison bekannt

Daniel Holfelder
Borussia Mönchengladbach v 1. FC Köln - Bundesliga
Borussia Mönchengladbach v 1. FC Köln - Bundesliga / Martin Rose/GettyImages
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Schon länger steht fest, dass Borussia Mönchengladbach im Sommer einen Kaderumbruch vollziehen wird. Nun hat sich Geschäftsführer Stephan Schippers auch zu einem konkreten Saisonziel für die neue Spielzeit geäußert.


Gegenüber dem kicker erklärt Schippers: "Unser Ziel für die nächste Saison ist die Einstelligkeit." Gegenwärtig belegt die Borussia den 13. Tabellenplatz. Darüber hinaus spricht Schippers im kicker-Interview über...

Die finanzielle Situation der Borussia:

In den letzten beiden Geschäftsjahren musste die Borussia - hauptsächlich bedingt durch die Zuschauerbeschränkungen im Rahmen der Coronapandemie - Umsatzeinbußen in Höhe von 100 Millionen Euro hinnehmen. Die Verluste der vergangenen zwei Jahre belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro.

Schippers betont jedoch, dass der Verein zwar "nicht reich, aber gesund" sei und aus wirtschaftlichen Gründen keine Spieler verkaufen müsse. Auch das erneute Verpassen des internationalen Geschäfts könne man verkraften, da eine Saison in Gladbach grundsätzlich ohne Europapokal geplant werde.

Den personellen Umbruch im Sommer:

Obwohl man finanziell nicht auf Spielerverkäufe angewiesen sei, werden "wir wahrscheinlich den ein oder anderen Spieler abgeben", so Schippers. Zum einen wolle man aktiv die Kaderstruktur verändern, zum anderen werden einige Spieler nach einer neuen Herausforderung suchen.

Bei Neuverpflichtungen werde man "weniger ausgeben als man es in der Zeit vor Corona gemacht hätte. Auch bei Vertragsverlängerungen." Schippers weiter: "Nach zwei Jahren ohne große Veränderungen sehen wir die Notwendigkeit, im Kader das eine oder andere zu ändern. Dazu gehört, dass wir uns wieder stärker mit jungen Spielern beschäftigen, allerdings nicht nur."

Den Abschied von Max Eberl:

Den Abgang des langjährigen Sportdirektors Max Eberl hält Schippers für einen gravierenden Einschnitt, zumal kurz zuvor auch Trainer Marco Rose den Fohlen den Rücken gekehrt hatte. "So etwas geht weder am Verein noch an der Mannschaft spurlos vorbei", gibt Schippers zu.

Kontakt habe Schippers zu Eberl zuletzt nicht gehabt, lediglich zu dessen Berater Marc Kosicke: "Mein Kenntnisstand ist, dass Max gerade dabei ist, sich zu erholen und Kraft zu tanken."

Ferner geht Schippers davon aus, dass sich Eberl nach seinem gesundheitsbedingten Rückzug mit einem Wiedereinstieg ins Profigeschäft Zeit lassen wird. Daher nennt der Borussia-Geschäftsführer auch keine Ablösesumme, die die Gladbacher für Eberl verlangen würden. Dessen Vertrag bei der Borussia läuft noch bis 2026, ruht aber derzeit. Eberl bezieht also momentan kein Gehalt.

Die Arbeit von Eberl-Nachfolger Roland Virkus:

"Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit Roland Virkus jemanden in der Verantwortung haben, der den Verein exzellent kennt, für Fleiß, Arbeit und Ehrlichkeit steht", stärkt Schippers dem neuen Sportdirektor den Rücken. "In meinen Augen hat Borussia in Roland einen sehr guten Sportdirektor - und für mich Kollegen. Er kennt den Klub aus dem Effeff und ist ein absoluter Fachmann."

Den Fan-Unmut nach der Derby-Pleite gegen Köln:

Schippers kann den Derby-Ärger der Fans verstehen. insbesondere, da auch der Rest der Saison äußerst enttäuschend verlaufen ist. Deshalb bleibe man mit den Anhängern im Dialog:
"Nach den bisherigen Gesprächen bin ich zuversichtlich, dass sich das Ganze Schritt für Schritt entspannen wird und sich Borussia, in allen Bereichen, wieder als Einheit präsentiert."


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