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Borussia Mönchengladbach

Eberl ist froh, dass Gladbachs Seuchenjahr 2021 endlich vorbei ist

Malte Henkevoß
War im Jahr 2021 oft unzufrieden mit seiner Borussia: Max Eberl.
War im Jahr 2021 oft unzufrieden mit seiner Borussia: Max Eberl. / Alex Grimm/GettyImages
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Wir alle wollen die schweren Zeiten hinter uns lassen, die uns in der Vergangenheit belastet haben. Oftmals geht es dabei um einige Tage, manchmal einen schwierigen Monat. Dass man allerdings ein ganzes Jahr lang mit denselben Problemen zu kämpfen hat, ist äußerst selten. Umso glücklicher ist Max Eberl mit Sicherheit, das das verflixte Jahr 2021 für Borussia Mönchengladbach fußballerisch endlich vorbei ist.


Die Enttäuschung über die Ergebnisse gelten dabei nicht nur dem aktuellen Stand - die Borussia steht nach der Hinrunde nur auf Rang 14. Bereits dass in der vergangenen Saison der europäische Wettbewerb verpasst wurde, hat den Gladbacher Sportdirektor mächtig gewurmt, wie er im kicker zugegeben hat:

"Für mich war das die größte Enttäuschung in meiner Tätigkeit als Sportdirektor bei Borussia. Ich hatte alles dafür getan, dass wir wieder Europa erreichen, aber meine Entscheidungen, die ich voller Überzeugung getätigt habe, haben uns leider nicht dorthin geführt. All die Kritik, die dann auf uns eingeprasselt ist, musste ich akzeptieren."

Max Eberl

Deutliche Selbstkritik ist dabei ebenfalls spürbar, die Fehler sollen nicht auf andere abgewälzt werden. Dennoch nimmt Eberl auch die Spieler in die Pflicht und schiebt Belange abseits des Platzes erst mal beiseite:

"Ich habe den Jungs klipp und klar gesagt, dass ich alles, was nichts mit Borussia und der Rückrunde zu tun hat, bis zum Ende dieses Jahres geklärt wissen möchte. Ich will, dass alle ihren Fokus auf den Verein, die Rückrunde und diese Situation richten."

Max Eberl

Klarheit benötigt der Sportdirektor vor allem in den Personalien Denis Zakaria und Matthias Ginter. Bei Zakaria stehen die Zeichen auf Abschied, fraglich ist lediglich, wann es dazu kommt. Verteidiger Ginter hatte unlängst signalisiert, dass ein Verbleib am Niederrhein durchaus möglich ist. In der Winterpause sollen nun die persönlichen Interessen geklärt werden, damit danach der Fokus auf der Rückrunde und der Zukunft liegen kann, wie Eberl dem kicker sagte:

"Die Spieler sollen die Zeit auch dazu nutzen, ihre ganzen Belange links und rechts zu klären. Wir werden ebenso ein paar Entscheidungen fällen, um dann sauber und klar die Vorbereitung auf die Rückrunde aufzunehmen."

Max Eberl

Um nicht zu sehr schwarzzumalen, richtete Eberl seinen Fokus allerdings auch auf einige positive Entwicklungen, die im Jahr 2022 im Vordergrund stehen sollten. Besonders ein paar junge Spieler haben sich in den Vordergrund gespielt. Joe Scally, Manu Koné und Luca Netz sind für Eberl die "Gewinner der Hinrunde".

Der Rückrundenauftakt wird den Gladbachern durchaus als Gradmesser für die Perspektiven in dieser Saison dienen. Am 7.Januar geht es zum Auftakt des neuen Fußballjahres auswärts gegen den FC Bayern, ehe man in der darauffolgenden Woche Bayer Leverkusen zum Samstagabendspiel empfängt.

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