Bundesliga

Gladbach siegt mühelos, macht es gegen Bochum aber unnötig spannend - Die Fohlen in der Einzelkritik

Oscar Nolte
Gladbach gewinnt gegen den VfL Bochum
Gladbach gewinnt gegen den VfL Bochum / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Gladbach siegt nach dem Pokalfest gegen den FC Bayern auch in der Liga. Am Sonntagabend setzte sich die Borussia recht mühelos, aber auch unnötig knappe mit 2:1 gegen den VfL Bochum durch. Die Einzelkritik für die Fohlenelf.

Tore:
1:0 Plea (12.)
2:0 Hofmann (40.)
2:1 Blum (86.)


Abgesehen vom verletzten Jordan Beyer vertraute Cheftrainer Adi Hütter gegen Bochum seiner Pokalelf vom 5:0 gegen die Bayern. Für Beyer rutschte Alassane Plea in die Mannschaft, Hütter stellte die Abwehr auf eine Viererkette um.

Die Borussia wirkte von Beginn an gegen den VfL etwas müde, aber konzentriert. Bei Kontern ließ die Mannschaft von Adi Hütter zu viele Räume, die der an diesem Abend wirklich schwache Aufsteiger aus Bochum aber überhaupt nicht zu bespielen wusste.

Die Fohlen hingegen nutzten ihre Chancen eiskalt. Alassane Plea, bester Gladbacher gegen Bochum, eröffnete nach zwölf Minuten per Kopf zum 1:0. In der 40. Minute setzte der Franzose, der den Ball zuvor gut festmachte, Jonas Hofmann in Szene, der aus spitzem Winkel eiskalt zum 2:0 vollstreckte.

Nach dem Seitenwechsel ließ die Borussia dann einige gute Möglichkeiten liegen und nahm einen Gang raus. Das wiederum lud den VfL ein, Verteidiger Lampropoulos traf bei der besten Bochumer Chance nach einem Eckball aber nur den Pfosten. Danny Blum konnte das Spiel mit einem überragenden Freistoßtor kurz vor Schluss dann aber nochmal spannend machen. Pantovic hatte sogar noch das 2:2 auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Sommer. Es blieb beim knappen, aber verdienten 2:1 für die Borussia.

Gladbach 2 - 1 Bochum: Die Fohlen-Einzelkritik

1. Torwart & Abwehr

Ramy Bensebaini, Cristian Gamboa
Ramy Bensebaini (r.) offensiv immer gefährlich / Frederic Scheidemann/GettyImages

Yann Sommer: So gut wie gar nicht gefordert - zumindest 93 Minuten lang. Rettete kurz vor dem Schlusspfiff überragend gegen Pantovic und hielt den Sieg fest. 9/10

Ramy Bensebaini:
Unglaublich wichtig für die Borussia. Bei Ballverlust oft zu weit aufgerückt, offensiv dafür sehr präsent. 7/10

Nico Elvedi:
Fiel mit ein paar marginalen Unsicherheiten mit und ohne Ball auf, im Zweikampf aber gewohnt stabil. Insgesamt ein gutes Spiel. 7/10

Matthias Ginter:
Elementar für den Spielaufbau und bei den seltenen Bochumer Angriffen stets auf der Höhe. 7/10

Joe Scally:
Sehr aktiv auf der rechten Seite. Bereitete das 1:0 durch Plea mit einer punktgenauen Flanke vor. Spulte massig Kilometer ab. 8/10

2. Mittelfeld

Jonas Hofmann
Jonas Hofmann trifft zum 2:0 / Frederic Scheidemann/GettyImages

Denis Zakaria: Stark in der Konterabsicherung und im Zweikampf. Auch wichtig im Spielaufbau. Zakaria ist derzeit wieder in Top-Form. 8/10

Manu Kone (bis 69.):
Nach der überragenden Bayern-Leistung gegen Bochum etwas blass, aber sehr ballsicher und wichtig für das Umschaltspiel. Durfte früh in der 2. Halbzeit raus. 7/10

Jonas Hofmann:
Sehr agil und vor dem Tor eiskalt. Erzielte das 2:0 und initiierte viele Angriffe der Borussia. Legte beinahe noch mit dem Tor zum 3:0 nach. 8/10

3. Sturm

Breel Embolo
Breel Embolo blieb blass / Frederic Scheidemann/GettyImages

Lars Stindl (bis 69.): Einer der schwächeren auf Gladbacher Seite. Bemüht, aber insgesamt glücklos und kein Faktor in der Offensive der Borussia. Wurde folgerichtig früh in der 2. Halbzeit ausgewechselt. 6/10

Alassane Plea (bis 82.):
Nutzte seine Chance mit Nachdruck. Traf per Kopf zum 1:0 und bereitete das 2:0 sehenswert vor. Arbeitete viel und zeigte seine Qualitäten im Spiel mit dem Ball. Bester Gladbacher. 9/10

Breel Embolo:
Die Show gehörte gegen Bochum anderen. Embolo blieb blass, spielte aber mannschaftsdienlich. 7/10

4. Einwechselspieler

Adi Hutter
Adi Hütter kann mit seinen Einwechselspielern nicht zufrieden sein / Frederic Scheidemann/GettyImages

Florian Neuhaus (ab 69.): Ermöglichte mit einem schlampigen Fehler die beste Möglichkeit des VfL. Der folgende Eckball führte zum Bochumer Aluminium-Treffer. Konnte sich nicht für eine Rückkehr in die Startelf empfehlen. 4/10

Marcus Thuram (ab 69.): Wichtig, dass der Franzose Minuten kriegt. Konnte einem müden Spiel aber keinen Stempel mehr aufdrücken. 6/10

Hannes Wolf (ab 82.):
Fügte sich mit einem unnötigen Ballverlust ein, woraufhin er einen Freistoß aus gefährlicher Position ziehen musste. Blum verwandelte den direkt und machte das Spiel so noch einmal spannend. Sah zudem die gelbe Karte. 3/10

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