Die Borussia siegt im Test mit 2:0 beim FC Bayern - Joe Scally wieder auffällig

Christian Gaul
Die Borussia holte sich ein wenig Selbstvertrauen
Die Borussia holte sich ein wenig Selbstvertrauen / CHRISTOF STACHE/Getty Images
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In einem Testspiel am Mittwochabend trat die personell gebeutelte Borussia bei einer ebenso reduzierten Mannschaft des FC Bayern an. Letztlich gewann Gladbach einen wenig aussagekräftigen Test mit 2:0.


Tore: 0:1 Hannes Wolf (59.), 0:2 Michael Wentzel (76.)

Viele Verletzte und spät zurückgekehrte EM-Teilnehmer ließen die Borussia mit Tobi Sippel hinter einer Vierkette mit Joe Scally, Jordan Beyer, Tony Jantschke und Andreas Poulsen beginnen. Die Doppelsechs besetzten Christoph Kramer und Lászlo Bénes, während Patrick Herrmann, Hannes Wolf und Keanan Bennetts hinter der einzigen Spitze, dem erst 19-Jährigen Mika Schroers, aufliefen.

Stevie Lainer musste kurz vor dem Anpfiff doch noch passen und stand deshalb nicht wie erwartet in Startelf - eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Beim FC Bayern sah man ebenso wenig Stamm-Personal. Sogar der auch in Gladbach noch bestens bekannte Reservist Michael Cuisance gab sich die Ehre und war neben Dayot Upamecano und Eric-Maxim Choupo-Moting zugleich der schillerndste Name.

Torlose erste Hälfte - Scally wieder auffällig

Vor einigen Zuschauern in der Münchner Allianz-Arena war von beginn an klar, dass dieser Test keine Aussagekraft für das Duell der beiden Mannschaften zum Bundesliga-Start in rund zwei Wochen haben würde.

Dennoch entwickelte sich ein munteres Spielchen, da die Akteure aus der zweiten Reihe sich auf beiden Seiten zeigen wollten. Die Borussia konnte sich jedoch in der gesamten ersten Hälfte trotz guter Ansätze keine klare Torchance erspielen. Lediglich Joe Scally tauchte einmal vielversprechend vor dem Münchner Tor auf.

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Die Borussia war vor allem defensiv gefordert / CHRISTOF STACHE/Getty Images

Beim FC Bayern vergab Joshua Zirkzee die wohl beste Möglichkeit, ansonsten erarbeiteten sich die Gastgeber im Verlauf der ersten 45 Minuten einen klaren Feld-Vorteil. Da jedoch auch Tobi Sippel nicht hinter sich greifen musste, ging es torlos in die Pause.

Neben dem erneut auffälligen Joe Scally zeigten sich besonders Bénes und Bennetts sehr aktiv, wobei letzterer gewohnt uneffektiv blieb. Mika Schroers hing komplett in der Luft sah tatsächlich "wie es ist, gegen einen Weltklasse-Verteidiger wie Upamecano zu spielen", wie Adi Hütter vor der Partie ankündigte.

Auch Jordan Beyer sei gesondert erwähnt, da er sich in der Regel abgeklärt im Zweikampf und konzentriert im Aufbauspiel präsentierte.

Wolf und Wentzel tüten den Sieg für die Borussia ein

Zum zweiten Durchgang brachte Adi Hütter dann Conor Noß als Zehner für Schroers und ließ Wolf in der Spitze spielen. Und die Borussia zeigte sich sofort offensiv verbessert. Nach einer Stunde spielte Kramer dann den US-Amerikaner Scally frei, der mit seiner Flanke Wolf fand. Die Direktabnahme des Österreichers war drin und zusätzlich sehr sehenswert.

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Adi Hütter nahm den Sieg gerne mit / CHRISTOF STACHE/Getty Images

Kurz darauf wechselten die Hausherren komplett durch, unter anderem kam Serge Gnabry in die Partie. Doch auch die nächste Chance gehörte der Borussia, als Wolf aus kurzer Distanz an Keeper Ron-Thorben Hoffmann scheiterte.

Gut 20 Minuten vor dem Ende brachte dann auch Adi Hütter ein Paket an frischen Kräften. Per Lockl, Michel Lieder, Rocco Reitz, Michael Wentzel, Moustafa Moustafa, Famana Quizera, Luiz Skraback und Yvandro Borges Sanches kamen - nur Sippel, Noß und Poulsen blieben.

Und die jungen Fohlen legten nach. Noß scheiterte noch am Münchner Keeper Hoffmann, doch nach der anschießenden Ecke lupfte Moustafa den Ball in den Strafraum und Hoffmann klatschte in den Lauf von Wentzel - 0:2!

Die Münchner Jugend hatte dem nichts ehr entgegenzusetzen, somit fuhr die Borussia einen letztlich wenig aussagekräftigen Sieg beim FC Bayern ein.

Neben den genannten Spielern aus der ersten Hälfte konnten sich auch Noß, Lockl und Wentzel in den Fokus rücken.

Am kommenden Samstag wird man dann im Test gegen den FC Groningen sicherlich schon erste Rückschlüsse auf die Aufstellung für das Pokalspiel in Kaiserslautern ziehen können.

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