Geheimnis um Anti-Ski-Klausel bei Manuel Neuer gelüftet

Yannik Möller
Manuel Neuer
Manuel Neuer / Maja Hitij/GettyImages
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Dass sich Manuel Neuer beim Skilaufen schwer verletzt hat und dem FC Bayern für die restliche Saison nicht zur Verfügung steht, sorgte dieser Tage auch für viel Kritik seitens der Fans am Verhalten des Keepers. Vertraglich festgehalten ist ein Verbot für diesen Ausflug jedoch nicht.


Zuletzt war zu hören, dass sich Manuel Neuer - als er in der vergangenen Woche beim Skilaufen war - in durchaus schwierigere Bedingungen vor Ort begeben hat. Dass er sich dann ausgerechnet dabei auch noch schwer verletzte und das Bein brach, sorgte bei einigen Fans entsprechend für Kritik.

Immerhin hat der Torwart gegenüber seinem Arbeitgeber eine gewisse Verantwortung, speziell als Kapitän und Nummer eins zwischen den Pfosten. Die großen Ziele, die der FCB noch vor sich hat, sind durch seinen Ausfall nicht gerade leichter zu erreichen.

Neuer durfte Skilaufen gehen: Management spricht über Vertrags-Details

Klar ist aber: Das Skilaufen war vertraglich nicht verboten. Dahingehend hat Neuer also nichts falsch gemacht.

Sein Management stellte gegenüber der Bild klar: "Der von Ihnen angesprochene Passus ist NICHT Bestandteil des Vertrages."

In seinem Bayern-Vertrag ist also kein Verbot für das Skilaufen ausgesprochen. Ob es wirklich klug und notwendig war, diese Aktivität nun inmitten der Saison und unter schwierigeren Bedingungen auszuführen, ist wiederum eine andere Frage. Allerdings ist und bleibt es dem Torhüter selbst überlassen, was er in seiner privaten Freizeit unternimmt.

Manuel Neuer
Neuer wird einige Monate pausieren müssen / Alexander Hassenstein/GettyImages

Andere Vereine hingegen zeigen sich bei derartigen Aktivitäten weniger risikofreudig. Der Bild zufolge hat RB Leipzig in den Verträgen etwa ein Verbot für "übermäßig gefährliche Sportarten" ausgesprochen. Dazu gehören beispielsweise Skirennen, Boxwettkämpfe, Fallschirmspringen und mehrere Arten von Auto- oder Motorradrennen.

Über ähnliche Klauseln verfügen auch der BVB und der VfL Wolfsburg. Beim VfL Bochum und beim VfB Stuttgart brauchen die Spieler je nach Aktivität eine Erlaubnis.

Nicht wenige Bundesligisten, so der Anschein, wollen bei Verletzungen und Ausfällen kein Risiko eingehen. Jeder weiß, wie es die eigenen sportlichen Ziele torpedieren kann, wenn wichtige Leistungsträger ausfallen. Umso ärgerlicher, wenn das nicht beim Fußball und somit abseits des Platzes passiert.


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