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Bale-Berater versichert Verbleib in Madrid - Premier-League-Rückkehr kein Thema!

Denkt offenbar gar nicht dran, Real vor Vertragsende 2022 zu verlassen: Gareth Bale
Denkt offenbar gar nicht dran, Real vor Vertragsende 2022 zu verlassen: Gareth Bale | Quality Sport Images/Getty Images

Falls es noch Zweifel daran gegeben haben sollte, ob der walisische Nationalspieler Gareth Bale seinen königlich dotierten Vertrag bei Real Madrid vorzeitig auflösen oder doch bis zum Ende aussitzen will - sein Berater hat diese jetzt mit einem Interview vom Tisch gefegt.

Gegenüber der BBC gab Jonathan Barnett mehr als nur einen verdeckten Hinweis auf Bales Planungen für die kommenden zwei Jahre bis zum fixierten Vertragsende. "Er ist sehr glücklich in Madrid, wo er das Leben genießt. Finanziell wird er bis an sein Lebensende keine Sorgen haben, genau wie seine Kinder und Enkelkinder. Ich sehe keinen Grund, warum er seine Karriere außerhalb von Madrid fortsetzen sollte."

Bei Real und in Madrid spätestens ab Sommer 2022 ohne Zukunft

Nun, einen Grund könnte man Barnett und seinem Mandanten durchaus nennen: Weil er wohl in Madrid über das Jahr 2022 keine Zukunft mehr haben wird. Zumindest nicht als Fußballspieler. Zuviel Porzellan ist allein in dieser Saison zwischen den beiden Parteien zerschlagen worden. Da war die Sache mit der walisischen Flagge und der auf ihr dargestellten Reihenfolge seiner Prioritäten (Madrid rangierte da ganz weit hinten). Da waren die vielen vorzeitigen Abreisen vom Bernabéu-Stadion, während die Kollegen auf dem grünen Rasen noch um Punkte kämpften. Da war die wohl eher harmlose Erkältung, die eine Reise zum Supercup-Finale in Saudi Arabien für ihn unmöglich machte - und da sind die ernüchternden Zahlen seiner diesjährigen Leistungsbilanz (drei Tore in 18 wettbewerbsübergreifenden Spielen).

Und dass sich Atlético Madrid ernsthaft mit der Verpflichtung eines der höchstbezahlten Kicker der Welt beschäftigen könnte, erscheint ebenfalls ausgeschlossen. Von den anderen beiden Madrider Vereinen (FC Getafe, Rayo Vallecano) mal ganz zu schweigen. Man könnte die Aussagen Barnetts natürlich auch wortwörtlich nehmen. Dann hätte er allerdings nicht mehr und nicht weniger als das Karriereende seines Schützlings angekündigt. Für einen dann knapp 33-Jährigen (Bale wird am 16. Juli 31) eigentlich noch ein wenig früh, um die Fußballschuhe endgültig an den Nagel zu hängen.

Bale will Vertrag offensichtlich aussitzen

Doch eventuell steht hinter den Aussagen Barnetts auch nur die Willensäußerung, bis zum Juni 2022 doch bitte nicht mehr mit Transfergerüchten konfrontiert zu werden. Bale scheint seine Ankündigung, die er bereits zum Ende der vergangenen Saison getätigt hat, wahr machen zu wollen: "Dann spiele ich eben Golf." Mit einem grünen Rasen käme er ja auch dort in Kontakt.

Einer dann möglichen Rückkehr nach England schob Barnett ebenfalls einen Riegel vor: " Ich weiß nicht, wie hoch sein Marktwert ist. Sein Gehalt ist ziemlich hoch, und natürlich ist in seinem Leben wichtig, wohin er wechselt. Eine Rückkehr ist eher unwahrscheinlich." Obwohl es ja auch in England sehr schöne Golfplätze geben soll.