Führungsspieler warnten vor zu vielen Egos bei Union Berlin

Union Berlin konnte in dieser Saison nicht mehr auf das wichtige Miteinander setzen. Das Problem zu vieler und zu großer Egos sollen Christopher Trimmel und Rani Khedira erkannt und angesprochen haben.
Christopher Trimmel soll die Probleme frühzeitig erkannt haben
Christopher Trimmel soll die Probleme frühzeitig erkannt haben / Maja Hitij/GettyImages
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Es einfach nur an der ungewohnten Doppelbelastung festzumachen, dass Union Berlin einerseits in der Champions League aktiv war und andererseits in der gleichen Saison um den Klassenerhalt bangen muss, wäre viel zu einfach und zu unterkomplex.

Einer der Faktoren scheint direkt in der Mannschaft zu liegen. Die Sportbild bezeichnet es als ein "Söldner-Problem". Es ist ein Problem, das dem Magazin zufolge auch schon intern gegenüber den Verantwortlichen thematisiert wurde. Christopher Trimmel und Rani Khedira sollen das Thema eigenständig angesprochen haben.

Es habe zu viele Spieler gegeben, die sich auf Erfolgen wie der Champions-League-Qualifikation ausruhten und nicht mehr ihren vollen Einsatz für die Mannschaft investiert haben. Und das war nun einmal ein Teil des Erfolgsrezeptes der Eisernen.

Sorgten zu viele Egos für den Absturz von Union?

Als Negativ-Beispiel wird dabei unter anderem Robin Gosens aufgeführt. Er kam als große Investition, auch aufgrund der Teilnahme an der Königsklasse. Allerdings konnte er bei Union nicht als Leistungsträger herausstechen und den Absturz verhindern. Stattdessen wurde er zu einem Teil des Problems. Sein Auftritt im Aktuellen Sportstudio im März, bei dem er sich als "nicht meilenweit entfernt" vom DFB-Team sah und sich eine "gute, solide und konstante Saison" attestierte, dürfte im Team wohl nicht ganz so gut angekommen sein.

Des Weiteren werden auch die Transfer-Bemühungen des Beraters von Diogo Leite oder der vermeintliche Fokus von Josip Juranovic auf die Europameisterschaft als derartige Störfaktoren genannt.

Natürlich sind auch weitere Transfers aus dem vergangenen Sommer nicht zu vernachlässigen, wie etwa von Leonardo Bonucci - und dementsprechend auch die Rolle der Verantwortlichen um Oliver Ruhnert. Zumal auch der Trainerwechsel, weg von Urs Fischer und hin zu Nenad Bjelica, nicht die erhoffte Wirkung erzielte. Intern hat das für Union so wichtige Miteinander offenbar schweren Schaden genommen.


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