Ungeschlagen in die Winterpause: Die Einzelkritik zu Wolfsburg gegen Meppen

Helene Altgelt
Entspannter Sieg zum letzten Spiel vor der Winterpause: Wolfsburg setzte sich auch gegen Meppen durch
Entspannter Sieg zum letzten Spiel vor der Winterpause: Wolfsburg setzte sich auch gegen Meppen durch / Martin Rose/GettyImages
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Im letzten Spiel vor der Winterpause traten die Frauen des VfL Wolfsburg gegen Meppen an. Das Team von Tommy Stroot kann nach dem 3:0-Erfolg ungeschlagen Weihnachten feiern. Tabea Waßmuth stellte mit einem Doppelpack in der ersten Hälfte die Weichen auf einen Sieg. Die Einzelkritik zum VfL Wolfsburg.


Tor und Abwehr

Merle Frohms (Tor): 7/10

Entspannter Nachmittag für die Wolfsburger Torhüterin, die kaum eingreifen musste. Im ersten Durchgang brachte Meppen keinen einzigen Schuss auf das Tor von Frohms, danach nur einen. Die Nationaltorhüterin konnte sich daher ganz auf den Spielaufbau konzentrieren, wo sie fehlerfrei blieb - alle von Frohms' Pässen fanden eine Wolfsburgerin. Anfang der zweiten Hälfte mit etwas Glück, als Meppen die Latte traf.

Joelle Wedemeyer (RV/LV): 6/10

Wedemeyer hatte auf ihrer rechten Abwehrseite einige Probleme mit der quirligen Andrade, leistete sich ein paar Fehlpässe. Im Spielaufbau schaltete sie sich einige Male ein, ihren Hereingaben fehlte aber die Präzision. Nach der Halbzeitpause auf links, dort deutlich stärker und präsenter im Offensivspiel.

Kathrin Hendrich (IV): 7/10

Kathrin-Julia Hendrich
Kathrin Hendrich ließ hinten nichts anbrennen / Martin Rose/GettyImages

Der Innenverteidigerin war der Wille anzusehen, spielerisch nach vorne zu kommen. So suchte Hendrich, ebenso wie ihre Abwehrpartnerin Hegering, selten den langen Ball und spielte lieber die Außenverteidigerinnen oder Mittelfeldspielerinnen an. Unter dem Druck des Meppener Pressings souverän, gut in den Zweikämpfen.

Marina Hegering (IV): 7/10

Hegering schien teilweise fast als Linksverteidigerin zu spielen, weil Rauch eine sehr offensive Rolle einnahm. Damit war sie für große Teile des Felds zuständig, machte ihre Sache aber gut. Vor dem 2:0 mit einer sehr guten Hereingabe.

Felicitas Rauch (LV): 6/10

Rauch hatte hinten wenig zu tun und spielte daher eine eher offensive Rolle. Die meisten Wolfsburger Angriffe rollten aber über die andere Seite oder die Mitte. Durch ihre Standards kam etwas weniger Gefahr auf als sonst, die Ecken und Freistöße hätte Rauch teilweise ein wenig schärfer treten können.

Mittelfeld

Lena Oberdorf (defensives Mittelfeld): 7/10

Meppen kam nur selten nach vorne. Wenn doch, dann war Oberdorf da, um den zweiten Ball zu gewinnen oder einen Ballverlust ihrer Mitspielerinnen auszubügeln. Nach vorne mit ein paar guten Aktionen, leitete die Bälle gedankenschnell an ihre Mitspielerinnen weiter. Durfte für die letzten Minuten noch mit der Kapitänsbinde auftreten.

Svenja Huth (Mittelfeld): keine Bewertung

Engagierter Kurzeinsatz der Wolfsburger Kapitänin: In den 15 ersten Minuten beackerte sie viel das Mittelfeld, war auch hinten mit einer Grätsche zur Stelle. Huth musste dann aber schon früh ausgewechselt werden, der rechte Oberschenkel zwickte. Noch während dem Spiel gab es aber die Entwarnung, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelte.

Rebecka Blomqvist (offensives Mittelfeld): 7/10

Blomqvist blieb zunächst eher unauffällig nach vorne. In der 29. mit einer guten Chance, die sie aber vergab. Die Schwedin kam dann besser ins Spiel, konnte einige Male den vielen Platz im Mittelfeld nutzen. Danach war sie voll drin und spielte mehrmals gut mit Waßmuth zusammen, suchte ihre Mitspielerin mehrmals auf der rechten Seite. Die ganz große Gefahr fehlte ihr selber aber noch.

Angriff

Tabea Waßmuth (rechter Flügel): 8/10

Tabea Wassmuth
Mit viel Torgefahr unterwegs: Tabea Waßmuth / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Wolfsburgs Nummer 28 sorgte für einige gute Flanken von rechts. Gegen gut sortierte Meppenerinnen tat sich Wolfsburg nicht immer ganz leicht, Waßmuths Dynamik half aber dabei. Viele der Wolfsburger Angriffe liefen über rechts mit ihr, Oberdorf und Waßmuth. Vor dem Kasten war sie in der 17. Minute zur Stelle, hielt ihren Fuß herein und stellte auf 1:0. Einige Minuten später schnürte sie dann den Doppelpack und köpfte in echter Stürmermanier ein. Auch danach bewies Waßmuth ihren Instinkt für Torgefahr, hatte noch einige gute Chancen. Dazu holte sie noch in der 72. Minute den Elfmeter heraus - eindeutig die Spielerin des Spiels.

Alexandra Popp (Sturmzentrum): 7/10

Popp sorgte für den ersten Wolfsburger Abschluss in der 4. Minute, zielte aber noch daneben. Toller Einsatz im Luftduell in der 21. Minute, als sie sich gegen zwei Meppenerinnen durchsetzte und mit guter Übersicht per Kopf auf Doppeltorschützin Waßmuth ablegte. Auch ansonsten zeigte sie einige schöne Pässe nach vorne, war sehr uneigennützig. Sogar für Tricks war noch Platz, auch wenn Popps Hackenpass nicht ankam. Vor dem Kasten etwas weniger kaltschnäuzig als sonst, jagte den Ball etwa in der 44. Minute wuchtig an das Außennetz.

Jule Brand (linker Flügel): 8/10

"Golden Girl" Jule Brand war sehr aktiv, scheute den Zweikampf nicht. Und das mit Erfolg: Vor Waßmuths 1:0 dribbelte sie zwei Spielerinnen aus, brachte dann den Ball präzise vor das Tor. Auch ansonsten war Brand das Selbstvertrauen anzumerken, traute sich vieles. Im Pressing spritzig und mit guter Laufarbeit. Technisch mehrmals sehr stark - Brand zuzuschauen macht einfach Spaß.

Einwechselspielerinnen

Kristin Demann (15. für Huth): 6/10

Demann machte ihren Job im Mittelfeld unauffällig, aber nicht schlecht. Die 29-Jährige kam zu ihrem ersten Bundesliga-Einsatz diese Saison und half dabei mit, Meppen offensiv den Wind aus den Segeln zu nehmen. Im Spiel nach vorne kam von ihr aber nur wenig.

Pia-Sophie Wolter (45. für Rauch): 7/10

Wolter wurde nach der Halbzeitpause eingewechselt und kam auf der rechten Seite zum Einsatz. Auf der Position etwas offensiver als Wedemeyer zuvor, wodurch Meppen aber auch mehr Platz hatte. Holte aber auch eine Ecke heraus und war eine Bereicherung nach vorne. In der 65. Minute mit einem guten Abschluss, aber knapp drüber.

Pauline Bremer (60. für Popp): keine Bewertung

In der 68. mit einer großen Chance, Bremer platziert den Kopfball aber zu mittig. Einige Minuten später verwandelte sie den Elfmeter souverän oben.

Sveindis Jonsdottir (60. für Brand): keine Bewertung

Jonsdottir war nach ihrer Einwechselung unauffälliger als noch beim Champions-League-Spiel gegen Roma, wo sie zur Spielerin des Spiels avanciert war. Gegen Meppen blieb sie ein paar Mal hängen, wirkte etwas fahrig. Setzte sich ein paar Mal aber auch stark durch.

Sandra Starke (76. für Blomqvist): keine Bewertung

Starke war diese Saison bisher kaum Zug gekommen, durfte gegen Meppen ebenfalls noch einige Minuten sammeln. Kam in den letzten 15 Minuten aber zu wenigen nennenswerten Aktionen.


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