Frauen-Bundesliga

4:2 - Bayern-Frauen gewinnen Topspiel in Hoffenheim!

Daniel Holfelder
Traf gegen ihren Ex-Klub: Bayerns Maximiliane Rall
Traf gegen ihren Ex-Klub: Bayerns Maximiliane Rall / Gunnar Hoffsten/GettyImages
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Das Topspiel des 16. Spieltags hat gehalten, was es versprochen hatte. In einer hochklassigen Partie setzten sich die Bayern mit 4:2 beim Tabellendritten Hoffenheim durch und erobern vorläufig die Tabellenführung zurück.

TSG Hoffenheim - Bayern München 2:4 (1:2)

1:0 de Caigny (13.)
1:1 Dallmann (18.)
1:2 Feldkamp (28./Eigentor)
2:2 Hagel (63.)
2:3 Rall (68.)
2:4 Damnjanovic (90.+3)


Die Partie begann mit zwei Großchance für die Bayern. Zuerst hatte Klara Bühl aus sechs Metern die hundertprozentige Möglichkeit, zur Führung einzuschieben, traf jedoch nur das Außennetz (10.). Zwei Minuten später kam Torjägerin Lea Schüller nach Flanke von rechts am Fünfmetereck völlig frei zum Abschluss. Doch auch die treffsichere Mittelstürmerin verfehlte mit ihrer Direktabnahme das Ziel (12.).

Die Nachlässigkeit in der Chancenverwertung sollte sich rächen. Nach einer Ecke setzte die Hoffenheimerin Tine de Caigny den Ball per Kopf an die Unterkante der Latte. Bayerns Torhüterin Janina Leitzig versuchte, die Situation zu klären, beförderte das Leder aber in die eigenen Maschen (13.). Wem das Tor am Ende gutgeschrieben wird, dürfte den Kraichgauerinnen in diesem Moment egal gewesen sein - es stand 1:0!

Die Antwort der Münchnerinnen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Linda Dallmann tauchte nach Pass von Schüller frei vor TSG-Torhüterin Martina Tufekovic auf und spitzelte den Ball aus 15 Metern ins Netz (18.)

Zehn Minuten später hatten die Bayern etwas Glück, dass die Hoffenheimerin Jana Feldkamp das Leder ins eigene Gehäuse beförderte (28.). Nach Pass von Bayerns Carolin Simon wollte die junge Verteidigerin vor der einschussbereiten Schüller klären, traf aber unfreiwillig in die kurze Ecke.

Kurz vor der Pause hätte Julia Gwinn eigentlich auf 3:1 stellen müssen. Die Münchner Rechtsverteidigerin wurde wunderbar von Dallmann freigespielt, setzte den Ball aus 13 Metern aber ans Außennetz (43.).

In der Halbzeitpause brachte Hoffenheim-Coach Gabor Gallai Jule Brandt in die Partie, die überraschend nicht in der Startelf gestanden hatte. Zunächst hatten jedoch erneut die Bayern die große Chance, die Führung auf 3:1 zu erhöhen.

Hagel mit Traumtor!

Linda Dallmann setzte sich sehenswert gegen Michaela Specht durch und hatte am linken Fünfmetereck nur noch Torfrau Martina Tufekovic vor sich. Die an diesem Nachmittag bestens aufgelegte Keeperin fuhr jedoch den linken Fuß aus und bewahrte ihre Mannschaft vor dem Zwei-Tore-Rückstand (59.).

Und die Hoffenheimer Offensivkräfte bedankten sich wenig später mit einem herrlichen Traumtor bei ihrer Schlussfrau! Nicole Billa brachte die Kugel von rechts vor den Strafraum, wo Hagel und de Caigny eher unfreiwillig einen Doppelpass spielten. Chantal Hagel war das völlig egal. Die 23-Jährige versenkte den Ball sehenswert links oben im Torwinkel - ein Treffer der Marke "Tor des Monats"!

Bayern-Coach Scheuer wechselt den Sieg ein

Bayern-Trainer Jens Scheuer reagierte und brachte in der 67. Minute mit Jovana Damnjanovic und der Ex-Hoffenheimerin Maximiliane Rall frische Offensivkräfte aus Feld. Damit, wie schnell sich diese Einwechslungen bezahlt machen würden, hätte aber selbst der Münchner Coach nicht gerechnet.

Bereits eine Minute später kam Maximiliane Rall halbrechts im Hoffenheimer Strafraum an den Ball, ließ Hagel mit einem Haken aussteigen und zog ab. Der Ball schlug flach und unhaltbar für Tufekovic im linken Eck ein - 3:2 für die Bayern (68.)!

In den letzten zwanzig Minuten war die TSG zwar um den Ausgleich bemüht, es fehlte jedoch an zündenden Ideen. Auch kräftemäßig ließen die Spielerinnen von Coach Gabor Gallai spürbar nach.

Stattdessen hätte Lea Schüller in der 77. Minute alles klar machen müssen. Nach einem verunglückten Rückpass von Nicole Billa stand die Münchner Angreiferin frei vor dem Hoffenheimer Kasten, scheiterte jedoch an der stark reagierenden Tufekovic.

In der letzten Minute der Nachspielzeit konnten die Bayern ihre Überlegenheit dann doch noch in ein weiteres Tor ummünzen. Jovana Damnjanovic nutzte gegen Michaela Specht ihre Schnelligkeitsvorteile und schloss die letzte Aktion der Partie mit dem Treffer zum 4:2 für den Titelverteidiger ab (90.+3)

Insgesamt geht der Münchner Erfolg in dieser Höhe in Ordnung, auch wenn die Hoffenheimerinnen eine durchaus ansprechende Leistung zeigten. Der TSG steht am kommenden Samstag in Wolfsburg die nächste knifflige Aufgabe bevor. Dasselbe gilt jedoch auch für Bayern, die am Freitag den Tabellenvierten aus Frankfurt empfangen.


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