Frauen-Bundesliga: Die 5 besten offensiven Mittelfeldspielerinnen der Hinrunde 2023/24

Eintracht Frankfurt v VfL Wolfsburg - Google Pixel Women's Bundesliga
Eintracht Frankfurt v VfL Wolfsburg - Google Pixel Women's Bundesliga / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Die Google Pixel Frauen-Bundesliga ist in die Rückrunde gestartet und der 12. Spieltag verspricht für Teams und Spielerinnen Spannung. Das ist Grund genug, um einen umfassenden Blick auf die besten offensiven Mittelfeldspielerinnen der Hinrunde zu werfen.

Die 90min-Redaktion hat die fünf besten Spielerinnen der Achter- und Zehnerposition zusammengetragen.

Die weiteren Positions-Rankings der Hinrunde 2023/24 im 90min-Ranking:

5. Jovana Damnjanović

Paris Saint-Germain v FC Bayern Munchen: Group C - UEFA Women's Champions League 2023/24
Paris Saint-Germain v FC Bayern Munchen: Group C - UEFA Women's Champions League 2023/24 / Christian Liewig - Corbis/GettyImages

Was auf den ersten Blick vielleicht wie eine Überraschung wirken mag, ist es bei genauerer Betrachtung keinesfalls. Jovana Damnjanović hat in dieser Saison sehr viele Spiele für die Frauen des FC Bayern München bestreiten können und überzeugte in nahezu jeder Minute gänzlich. Die 29-jährige serbische Nationalspielerin wurde in der Hinrunde zumeist auf der Zehnerposition eingesetzt und konnte dort ihre Stärken für ihr Team einbringen. Damnjanović strahlt eine starke Präsenz auf dem Feld aus und schafft durch ihr körperlich robustes Spiel Räume für ihre Teamkameradinnen. Hinzukommt, dass sie eine hohe Spielintelligenz aufweist und ihre Mitspielerinnen in vielen Situationen klug in Szene setzen konnte.

In 16 Spielen für den FC Bayern hat sie bisher sechs Tore vorweisen. Damit lesen sich Ihre Statistiken zwar gut, aber nicht überragend. Das liegt in erster Linie daran, dass sie sich stets in den Dienst der Mannschaft stellte und versuchte, die Nebenfrauen in aussichtsreichere Positionen zu bringen. Des Öfteren war erkennbar, dass sie den vorletzten oder vorvorletzten Pass vor einem Tor spielte und/oder zuvor einen gewinnbringenden Zweikampf gewann. Mit ihren spieleröffnenden Pässen, ihrem hohen Pressingspiel und den robust geführten Zweikämpfen schaffte sie es häufig, die Offensive der amtierenden deutschen Meisterinnen immens zu bereichern, sodass sie sich in der Auflistung der besten offensiven Mittelfeldspielerinnen den fünften Platz redlich verdient hat.

4. Laura Freigang

Laura Freigang
SL Benfica v Eintracht Frankfurt - Group A - UEFA Women's Champions League 2023/24 / Gualter Fatia/GettyImages

Obwohl Laura Freigang in ihrer Karriere häufiger auf der Stürmerinnenposition eingesetzt wurde, sieht sie sich laut eigener Aussagen lieber auf der Zehn. Warum sie das tut, zeigt sie für ihre Eintracht Saison für Saison. Freigang interpretiert die Zehnerposition auf ihre ganz eigene Art und schafft durch ihren großen Laufradius Räume für Mitspielerinnen. Wenn sie am Ball ist, hat sie stets den Kopf oben und macht, was offensive Spielerinnen am besten können: Den Ball zielstrebig und mit kreativen Pässen ins letzte Drittel der gegnerischen Hälfte bringen.

Laura Freigang schaffte es in den ersten 11 Spieltagen regelmäßig, das Offensivspiel von Eintracht Frankfurt zu bereichern. Sie hat in 20 Spielen in der Hinrunde insgesamt zehn Scorerpunkte sammeln können. Diese Scorerpunkte ergeben sich aus neun Toren und einem Assist. In der Liga belegt sie mit ihren fünf Toren gemeinsam mit Teamkollegin Nicole Anyomi und Bayers Karólína Vilhjálmsdóttir Platz 2 der Torschützinnenliste. Diese offensive Präsenz und ihr mannschaftsdienliches Spiel machen sie zu einer verdienten Spielerin im Ranking der besten offensiven Spielerinnen der Frauen-Bundesliga.

3. Natasha Kowalski

Natasha Kowalski
SGS Essen v SV Meppen - FLYERALARM Frauen-Bundesliga / Christof Koepsel/GettyImages

Dass die SGS Essen nach 11 Spieltagen auf einem ambitionierten Platz in der oberen Tabellenhälfte steht, liegt mitunter an Spielerinnen wie Natasha Kowalski. Die 20-jährige deutsche Nachwuchsspielerin sorgt gemeinsam mit ihrem Team für teils spektakulären Offensivfußball. Sie zeichnete sich in der Hinrunde in erster Linie durch ihre Beidfüßigkeit und ihr schnelles Aufdrehen bei Offensivaktionen aus. Ihr Spiel ist stets vertikal ausgerichtet und profitiert von ihrer sehr guten Übersicht auf dem Feld. Mit drei Toren und drei Assists überzeugte sie sowohl als Vorlagengeberin als auch als Torschützin. Um sie herum spielen viele junge talentierte Spielerinnen, die im Verbund aktuell nur schwer zu stoppen sind. Kowalski fügte sich insgesamt stark in das System der Essenerinnen ein und stellte die gegnerischen Mannschaften in den ersten 11 Spielen der Hinrunde insbesondere mit ihrer individuellen Klasse vor große Probleme. Es dürfte demnach nicht überraschen, dass sie sich mit ihren bisherigen Leistungen in den Fokus gespielt hat und auch im 90min-Ranking einen verdienten dritten Platz belegt.

2. Karólína Lea Vilhjálmsdóttir

Karólína Lea Vilhjálmsdóttir
Überzeugte für die Leverkusenerinnen und die Nationalmannschaft / Eurasia Sport Images/GettyImages

Den zweiten Platz im Ranking belegt die Bayern-Leihgabe Karólína Lea Vilhjálmsdóttir von Bayer Leverkusen. Die Isländerin überzeugte in der Hinrunde auf ganzer Linie und konnte sich insbesondere durch ihre große Torgefahr auszeichnen. Sie war in den Spielen der Werkself der Dreh- und Angelpunkt in der Offensive. Wenn ihr Team ein Tor erzielte, war Vilhjálmsdóttir meistens direkt oder zumindest indirekt beteiligt. In 11 Bundesliga-Spielen erzielte sie starke fünf Tore und drei Assists.

Mit ihren technischen Fähigkeiten, ihrem sauberen Passspiel sowie ihren starken Eins-gegen-eins-Situationen fungierte sie für ihr Team als echte Unterschiedsspielerin. Leverkusen wird froh sein, sie in einer derartigen Form im Team zu haben und der FC Bayern München wird ihre Entwicklung genauestens beobachten. Für die 90min-Redaktion ist Karólína Lea Vilhjálmsdóttir die verdiente Nummer zwei im Ranking der besten offensiven Mittelfeldspielerinnen der Hinrunde.



1. Barbara Dunst

Barbara Dunst
SL Benfica v Eintracht Frankfurt - Group A - UEFA Women's Champions League 2023/24 / Gualter Fatia/GettyImages

Kaum eine Spielerin in der Frauen-Bundesliga bestimmt das Spiel ihrer Mannschaft so konstant und erfolgsversprechend wie die österreichische Nationalspielerin Barbara Dunst. In der Hinrunde 2023/24 schaffte sie es in wettbewerbsübergreifenden 20 Spielen auf sagenhafte 14 Scorerpunkte. Dunst läuft zumeist als Achterin auf und fungiert im Spiel als verkappte Außenspielerin. Sie variiert ihr Spiel auf den Offensivpositionen und bestimmt das Tempo ihrer Mannschaft erheblich mit. Während ihr im Mittelfeld zumeist physisch starke Spielerinnen zur Seite gestellt werden, die die Abräumarbeiten verrichten, kann Dunst ihre Stärken ausspielen. Sie ist dafür bekannt, mit ihrem technisch hochversierten rechten Fuß schnelle Umschaltbewegungen auszuführen und mit ihrer Spielintelligenz offensive Lücken zu finden und zu bespielen. Hinzukommt, dass sie sich selbst in der Offensive immer wieder mit einschaltet und im Falle von vielversprechenden Abschlusssituationen die Chance ergreift und abzieht. Ihre Schusstechnik und ihr Auge für die Mitspielerin machen sie zu einer Offensivkonstante, auf die die Eintracht nicht verzichten kann. Mit ihren Scorerpunkten gehört sie nicht umsonst zu den gefährlichsten Mittelfeldspielerin Europas.

In der 90min-Redaktion stellte sich die Frage nach der Nummer eins des Rankings nicht. Barbara Dunst ist eine der stärksten Leistungsträgerinnen der abgelaufenen Hinrunde und belegt damit zu Recht die Top-Platzierung in unserem Ranking.


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