2:0 - Ergebnis-Monster Frankreich schlägt Marokko und zieht ins Finale ein!

Oscar Nolte
Frankreich steht im WM-Finale
Frankreich steht im WM-Finale / Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages
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Frankreich folgt Argentinien ins Finale der Weltmeisterschaft 2022 in Katar! Les Bleus zeigten gegen Underdog Marokko keine Glanzleistung, ließen aber auch nichts anbrennen - ganz im Stile einer Ergebnismannschaft, die sie nunmal seit Jahren sind. Nach 90 Minuten stand es 2:0 aus Sicht der Franzosen.

Tore:
1:0 Hernandez (5.)
2:0 Kolo Muani (79.)


Nur fünf Minuten dauerte es bis zum zweiten Gegentor Marokkos bei diesem Turnier: nach einem schönen Ball in die Tiefe und der Hereingabe wurde Kylian Mbappe zunächst geblockt. Die verirrte Kugel landete bei Theo Hernandez, der den hohen Ball artistisch an Bono vorbeilegte und zur französischen Führung traf.

Damit war klar: für Marokko würde es ganz, ganz schwer werden. Frankreich ist seit Jahren als Ergebnis-Mannschaft bekannt, die eine Führung gnadenlos verteidigen kann. Das bekam Marokko zu spüren, die sich mit dem Rückstand enorm schwer taten.

Allerdings hätten die Nordafrikaner durchaus einen Elfmeter nach einem unglücklichen Zweikampf von Hernandez gegen Soufiane Boufal zugesprochen bekommen können - stattdessen gab es aber gelb für Boufal! Eine strittige Entscheidung.

Die beste Chance für Marokko im ersten Durchgang hatte Innenverteidiger Jawad El Yamiq: in der 44. Minute traf er per Fallrückzieher nur den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel kam Marokko besser ins Spiel, Frankreich konzentrierte sich größtenteils auf die Verwaltung der Führung und auf Kontermöglichkeiten.

Gefahr strahlte der Underdog vor allem über die rechte Seite aus, auf der Achraf Hakimi und Hakim Ziyech immer besser in den Rhythmus fanden und potenziell gefährliche Situationen kreierten. Es mangelte allerdings an klaren Torchancen: ein Beispiel für Frankreichs diszipliniertes und kompaktes Abwehrverhalten.

Und dann, ein wenig aus dem Nichts, machten Les Bleus den Sack zu. Kylian Mbappe und der eingewechselte Marcus Thuram kombinierten am marokkanischen Sechzhener, nach einem sehenswerten Dribbling spielte Mbappe das Leder schließlich quer durch den Fünfer zum unmittelbar vorher eingewechselten Randal Kolo Muani, der nur noch einschieben musste. Das 2:0 in der 79. Minute - und damit tatsächlich auch die Entscheidung.

Ergebnis-Monster Frankreich zieht damit verdient und letztlich auch souverän ins Finale ein und bekommt am Sonntag im Lusail Stadium die Chance, gegen Argentinien den WM-Titel zu verteidigen.

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