Düsseldorf verliert Poker um Dawid Kownacki

Yannik Möller
Dawid Kownacki mit Rouwen Hennings
Dawid Kownacki mit Rouwen Hennings / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Fortuna Düsseldorf hat viel Kraft in den Vertrags-Poker um Dawid Kownacki investiert. Schlussendlich steht jedoch eine Niederlage: Der Pole wird den Klub ablösefrei verlassen.


Etwa sieben Millionen Euro hatte Düsseldorf im Frühjahr 2020 ausgegeben, um sich die Dienste von Dawid Kownacki von Sampdoria Genua zu sichern. Zuvor hatte er bereits ein Leih-Jahr beim Klub verbracht.

Wirklich ausgezahlt hat sich diese wahrlich kostspielige Investition allerdings nie. Insgesamt war er häufig eher solider Mitläufer, als klarer Leistungsträger.

Geändert hatte sich das unter Daniel Thioune. Sollte Kownacki im vergangenen Sommer erst verkauft werden, wollte der Trainer ihn aufgrund der guten Eindrücke in der Saisonvorbereitung halten. Das hat sich ausgezahlt: Bislang steht der 25-Jährige bei sechs Treffern und sechs Assists. Damit ist er für die Fortuna zum mit wichtigsten Spieler geworden.

Kownacki wird Fortuna verlassen - Wechsel in die Bundesliga als Ziel

Entsprechend viel Kraft investierte der Zweitligist in die angedachte und zugleich notwendige Vertragsverlängerung. Immerhin läuft das Arbeitspapier zum Saisonende aus. Doch muss die Fortuna eine Niederlage einstecken: Wie bereits offiziell kommuniziert wurde, wird Kownacki seinen Vertrag nicht verlängern - also im Sommer ablösefrei wechseln.

"Ich würde gerne möglichst lange mit Dawid zusammenarbeiten und das am liebsten hier in Düsseldorf. Wir haben etwas auf den Weg gebracht und da war er ein wichtiger Faktor. Ich würde mich freuen, wenn wir zusammenfinden", hatte Thioune noch vor einigen Wochen betont. Nun ist klar: Die Bemühungen waren umsonst.

Obwohl er sich in Düsseldorf mit seiner jungen Familie wohl fühlt, nimmt er nun einen Wechsel in Aussicht. Laut Bild hat er inzwischen den Anspruch entwickelt, entweder in der Bundesliga oder in einer "ausländischen Top-Liga" zu spielen.


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